Dem kleinen Schwimmbad um die Ecke droht das Aus

Berlin. 63 Schwimmbäder gehören zu den Berliner Bäder-Betrieben (BBB). Das sind rund 20 weniger als im Jahr 2001. Viele Hallen sind marode, die Besucherzahlen sinken.

Seit 2001 sind sie von 10,8 auf 6,2 Millionen zurückgegangen. Für Schulen, Vereine und viele regelmäßige Schwimmer sind die Einrichtungen in den Bezirken aber dennoch wichtig. Und so ist auch der Berliner Schwimm-Verband froh, dass der Senat in Bäder investiert, die in die Jahre gekommen sind. Von den Plänen des neuen BBB-Chefs Ole Bested Hensing, der seit Mai im Vorstand ist und vorher den Freizeitpark „Tropical Islands“ leitete, hält der Verband wenig. Denn Ole Bested Hensing ist angetreten, die Bäder wieder attraktiver zu machen. Er möchte 14 der sanierungsbedürftigen Hallen schließen. Stattdessen will er fünf große, zentral gelegene Spaßbäder bauen. 18 bis 35 Millionen Euro würde dies pro Standort kosten.
Geld, das Martin Weiland, Vizepräsident des Berliner Schwimm-Verbands, bei den Bädern in den Bezirken besser angesiedelt sieht. Sonst wären die rund 26.000 Vereinsschwimmer und die Schulen die großen Verlierer. „Die Schüler können doch nicht zum Schwimmen durch die ganze Stadt fahren, und auch unsere Vereine sind auf die ortsnahe Versorgung angewiesen“, sagt Weiland.
Enttäuscht ist er auch darüber, dass der BBB-Chef nicht mit dem Verband gesprochen hat, bevor er mit seinem Vorschlag für große Spaßbäder, die viele Besucher anlocken sollen, an die Öffentlichkeit gegangen ist. Doch aufgegeben hat Weiland seine Hoffnungen noch nicht, dass die ursprünglichen Sanierungspläne bestehen bleiben. Ole Bested Hensing wird sein Konzept im September dem Abgeordnetenhaus vorstellen.


Jana Tashina Wörrle / jtw
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