Als Arbeitsloser auf Erzieher umschulen

Quereinsteiger brauchen eine Ausbildung zum Erzieher, um in Kindertagesstätten arbeiten zu können. (Foto: Jens Büttner)

Zunächst klingt es nach einer guten Idee: Erzieher sind händeringend gesucht. Warum als Arbeitsloser nicht auf den Job umschulen? Doch das sollte sich niemand zu leicht vorstellen.

Bei den Abschlussprüfungen gebe es hohe Durchfallquoten, sagt Frauke Wille, Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Auch ist später längst nicht jede Kraft gesucht: Auf dem Arbeitsmarkt seien vor allem Vollzeitmitarbeiter gefragt. Weniger gut seien die Chancen für Teilzeitkräfte, erklärt Wille. Es gibt in dem Bereich bereits sehr viele Beschäftigte, die mit reduzierter Stundenanzahl arbeiten. Sie sind als Bewerber deshalb für Arbeitgeber weniger interessant. Das gelte trotz der hohen Nachfrage.

Schließlich sei es nicht leicht, die Umschulung finanziert zu bekommen, ergänzt Wille. Das Problem sei, dass die Bundesarbeitsagentur nur zweijährige Umschulungen finanzieren dürfe. Die Ausbildung zum Erzieher dauere jedoch häufig länger. In einigen Bundesländern gibt es jedoch die Möglichkeit, dass das Land einspringt – und die Finanzierung der darüber hinausgehenden Jahre übernimmt. Ob das möglich ist, erfragen Arbeitslose am besten bei der Arbeitsagentur oder beim Jobcenter vor Ort, empfiehlt Wille.
dpa-Magazin / mag
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