Nicht den Helden spielen: Tätlichkeiten am Arbeitsplatz

Heike Schambortski ist Leiterin der Präventionskoordination der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Hamburg. (Foto: Claudia Raabe)

Altenpfleger und Busfahrer erfahren bei der Arbeit immer wieder gewalttätige Übergriffe. Werden sie angegriffen, sollten sie auf keinen Fall den Helden spielen.

"Am besten ist es, kurz die Situation zu verlassen und eine räumliche Distanz zu schaffen", sagt Heike Schambortski von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. So haben Beschäftigte Zeit, durchzuschnaufen und die Situation zu reflektieren. Wichtig sei auch, Provokationen zu vermeiden. Statt zum Beispiel dem aufgebrachten Patienten zu widersprechen, ist es besser, nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Obwohl solche Übergriffe nicht wenigen passieren, schämen sich die Betroffenen häufig sehr dafür und schweigen in vielen Fällen. Die Sorge ist groß, dass kompetentere Arbeitnehmer die Situation besser beherrscht hätten. Mancher befürchtet, als Schwächling dazustehen, weil er sich etwa Beleidigungen zu Herzen nimmt. Doch wer die Vorfälle totschweigt, ändert nichts. Besser sei, mit dem Vorgesetzten und den Kollegen offen darüber zu reden.
dpa-Magazin / mag
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