Klosterkirche leuchtet

Magische Effekte ergeben sich bei Regenwetter in der beleuchteten Klosterruine. (Foto: Regina Friedrich)
Berlin: Klosterruine |

Mitte. Die Ruine der Klosterkirche bleibt zwar von November bis April geschlossen, aber bis zum 2. April wird sie in den Abendstunden magisch beleuchtet.

Der Licht- und Tondesigner Martin Bretag hat eine Installation aus Scheinwerfern und leuchtend weißen und blauen Neonröhren geschaffen, die sich wie flüssiges Licht über den Boden ausbreitet und die einzigartige Architektur des kulturgeschichtlichen Bauwerks hervorhebt. Elemente der umliegenden Gebäude überträgt er auf den Boden des ehemaligen Kirchenraumes.

Martin Bretag betreut seit 2012 mit seiner Firma Klangkultur viele Veranstaltungen, darunter Konzerte des Pop-Projektes „Schiller“ und der Band „Radio Doria“ von Schauspieler Jan-Josef Liefers. Für sein Lichtdesign zur Eröffnung des „Himmlischen Theaters“ in Neuzelle gewann er dieses Jahr den Future Talents Project-Wettbewerb.

Die Franziskaner Klosterkirche gilt als eines der letzten erhaltenen Zeugnisse der Gründungsgeschichte Berlins. Ihre Ursprünge reichen zurück bis in das Jahr 1250. Damals wurde sie für das Graue Kloster der Franziskaner als Feldsteinkirche gebaut. Reste davon sind noch heute in der nördlichen Mauer der Ruine zu finden. Das Gotteshaus wurde mehrmals umgebaut. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg blieb die Ruine der Kirche übrig. Nach einer Restaurierung in den Jahren 2003/04 wird sie für Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerte genutzt. ReF
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