Kreisverband fördert die Vereinbarkeit von Parteiarbeit und Familie

Mitte. Der SPD-Kreisverband Mitte übernimmt für seine Mitglieder ab sofort die Kosten für Kinderbetreuung, wenn sie an Parteiveranstaltungen des Kreisverbandes, der 16 Abteilungen sowie Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen teilnehmen möchten.

Die Kinderbetreuung wird entweder am Ort der Veranstaltung zentral organisiert oder die Eltern bekommen die Kosten für einen Babysitter, der zu Hause auf die Kleinen aufpasst, ersetzt. "Wir wollen die Vereinbarkeit von Familie und dem Engagement in der SPD", sagt Andreas Wiedermann, Kassierer der SPD Mitte. Für den Service wurden 5000 Euro in den SPD Wirtschaftsplan 2015 eingestellt. Nach einer einjährigenTestphase soll über eine Fortführung des Baysitter-Programms diskutiert werden. Die Testphase endet früher, sollte das Geld vorher aufgebraucht sein. Wenn das Angebot von den Eltern mit SPD-Parteibuch gut angenommen wird, könnte zukünftig mehr Geld für die Kinderbetreuung ausgegeben werden.

Bevor jedoch ein Babysitter bezahlt wird, müssen die Genossen prüfen, ob ehrenamtliche Kinderbetreuer auf die Kleinen aufpassen können. Dazu will der SPD-Kreisvorstand einen Pool ehrenamtlicher Kinderbetreuer aufbauen, heißt es in dem Beschluss des Kreisvorstandes. Wer sich als ehrenamtlicher Kinderbetreuer engagieren möchte, muss einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder absolviert haben. Die Kosten dafür übernimmt bei Interesse die Mitte-SPD. Nur wenn alle ehrenamtlichen Helfer ausgebucht sind, bezahlt der Kreisverband eine professionelle Kinderbetreuung. Maximal zehn Euro pro Stunde gibt es dafür von der SPD. Auf Tagesveranstaltungen wie Kreisdelegiertenversammlungen oder ganztägigen Seminaren wird bei Bedarf immer eine Vor-Ort-Betreuung angeboten. Die Parteigenossen mit kleinen Kindern sollen sich auch gegenseitig unterstützen und vernetzen. Dazu soll ein Emailverteiler aufgebaut werden. So könnten Eltern auch auf die Kinder ihrer Parteigenossen aufpassen, wenn sie selbst nicht an Parteiveranstaltungen teilnehmen. Durch den neue Service können sich auch Eltern ganz kleiner Kinder politisch engagieren, sagt Maja Lasic vom SPD-Kreisvorstand, die selbst Mutter ist.


Dirk Jericho / DJ
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