Erst saugen, dann wischen: Lebensmittelmotten loswerden

Gegen Lebensmittelmotten hilft nur konsequentes Kontrollieren aller Nahrungsmittel. Am besten saugen Betroffene anschließend noch den Schrank oder das Regal aus, in dem sie die Motten entdeckt haben.

Die Eier der Motte verstecken sich häufig in den Ritzen, erklärt Susanne Smolka vom Pesticide Action Network (PAN) Germany in Hamburg. Wer sofort wischt, schiebt sie womöglich nur tiefer hinein. Erst nach dem Saugen wischen Verbraucher dann mit Essigwasser durch den Schrank, am besten mehrfach.

Auch mit dem Einsatz von Schlupfwespen lassen sich Lebensmittelmotten loswerden. Schlupfwespen sind sehr kleine Insekten und die natürlichen Feinde der Motten. "Sie werden verkauft auf Papier", sagt Smolka. Das Papier legen Verbraucher in den betroffenen Schrank. Die Schlupfwespen legen ihre Eier in die der Motten, die dadurch absterben, erklärt die Diplombiologin. Danach verschwinden die Schlupfwespen wieder – für den Menschen seien sie keine Gefahr. Der einzige Nachteil: Diese Methode sei relativ teuer, so Smolka.

Um Lebensmittel vor dem Mottenbefall zu bewahren, sollten Verbraucher Mehl, Müsli und Co. in gut verschließbaren Gefäßen aufbewahren. Es sei gut möglich, sich die Motten über den Einkauf ins Haus zu holen, sagt Smolka. Beim Umfüllen in die Gefäße sollten Verbraucher deshalb darauf achten, ob sich im Mehl zum Beispiel Klumpen befinden. Das ist ein Anzeichen für Motteneier. Wer die Tüte öffnet und klebrige, weiße Fäden entdeckt, sollte ebenfalls alarmiert sein.
dpa-Magazin / mag
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Maria Völkner aus Charlottenburg-Nord | 09.07.2016 | 16:03  
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