Obst schmeckt auch frisch gegrillt

Ein Nachtisch vom Grill ist mit wenig Aufwand fertig: Bananen können im Ganzen mit Schale, Ananas kann in Scheiben gegart werden. (Foto: Monique Wüstenhagen)

Wer gern grillt, macht auch vor einem Nachtisch vom Rost nicht halt. Am einfachsten ist es, frische Früchte über der Glut zu erhitzen. Dabei verlieren sie Wasser und schmecken aromatischer.

Ananas ist der Klassiker vom Grill, sie kann als Ganzes gegart werden. Auch Früchte mit festem Fleisch wie Mango, Äpfel und Banane bieten sich an. Da Beeren, andere kleine Früchte oder Fruchtstücke leicht durch den Rost rutschen, werden sie entweder in Folie oder Schalen gepackt oder aufgespießt. "Damit sie nicht splittern, werden Holzspieße am besten vorher gewässert", empfiehlt André Karpinski, Chef des Catering-Unternehmens "Kaiserschote" in Pulheim bei Köln.

Das i-Tüpfelchen auf dem Grill-Obst sind Marinaden. "Eine Cantaloupe-Melone wird halbiert und entkernt, das Fruchtfleisch mit dem Kugelausstecher portioniert, in Kokosmilch oder Likör mariniert und dann in der Schalenhälfte gegart", erläutert Silke Kobr, Kochbuchautorin aus Memmingen. Auch Rum oder Likör sowie ein Honig-Überzug bieten sich an.

Ambitionierte Dessertköche setzen auf Füllungen. Das klappt zum Beispiel bei Bananen: Die Schale wird der Länge nach eingeschnitten, jedoch nicht am unteren Ende durchtrennt und eine Füllung aus Zartbitterschokolade und Nüssen hineingegeben. Damit die süße Masse nicht gleich wegläuft, braucht die Banane noch eine Hülle aus Alufolie.

Insgesamt anspruchsvoller als Früchte vom Grill sind Backwaren. "Ein sehr hilfreiches Zubehör ist da ein Pizza-Stein", rät Kobr. Dünn ausgerollter, süßer Teig belegt mit Bananen, Äpfel, Nüssen und mit ein paar Klecksen Schokoladencreme lässt sich darauf gut backen.

Für Kleingebäck die einfachste Methode ist eine Folien-Verpackung. "Bei Kindern sehr beliebt sind Mürbeteig-Torteletts, die mit leicht auseinandergerissenen Marshmallows, Nuss-Nougat-Creme und Beeren belegt sind", beobachtet Karpinski. In Folie gehüllt brauchen die Törtchen am Rande des Grills etwa eine Viertelstunde.

Grillprofis setzen statt auf kleinteilige Verpackungen auf indirektes Grillen im geschlossenen Gerät. "Der Deckel ist der Weg zum großen Grill-Glück", sagt Andreas Bräuer von der Deutschen Grill- und BBQ-Schule in Erfurt. Darunter entstehe eine Umluftwirkung, die die Grillmöglichkeiten stark erweitere. Auch Brownies oder Muffins, Obst-Crumbles oder -Pies lassen sich im geschlossenen Gerät garen.

Literatur: Silke Christine Kobr u.a.: "Grillfest. Sommermenüs von Dolce Vita bis Fiesta Mexicana", AT, 208 Seiten, 24,90 Euro, ISBN 978-3-03800-679-4; Thomas Brinkmann u.a.: "Sehr gut grillen: Die besten Rezepte der Grill-Weltmeister", Stiftung Warentest, 240 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-86851-023-2; "Grillen. Frische Ideen vom Rost", NGV, 240 Seiten, 3,99 Euro, ISBN 978-3-625-13663-7.

dpa-Magazin / mag
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