Kinder- und Jugendhaus Lessinghöhe ist umgebaut und modernisiert

Die Jugendlichen Lara Hadrous und Bekir Ayhan, nahmen mit Einrichtungsleiter Jürgen Schmeichler (Mitte) den symbolischen Schlüssel für die Einrichtung von Baustadtrat Thomas Blesing (SPD), Dr. Jochen Lang von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU) entgegen. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Kinder- und Jugendhaus Lessinghöhe |

Neukölln. Das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum am Mittelweg 30 zählt zu den ältesten Einrichtungen seiner Art in der Stadt. Drei Jahre lang wurden die Gebäude bei laufendem Betrieb saniert und auf heutige Bedürfnisse ausgerichtet.

Das Haus ist ein Geschenk der Amerikaner: Vor fast 65 Jahren ließen die Alliierten die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Lessinghöhe für 173.000 Mark erbauen. Seit März 2012 wurde vor allem des ältere der beiden Häuser grundlegend energetisch saniert, modernisiert und umgebaut. Nach drei Jahren Bauzeit konnte der Leiter der Einrichtung, Jürgen Schmeichler, den symbolischen Schlüssel am 20. März entgegennehmen - aus den Händen von Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU), Baustadtrat Thomas Blesing (SPD) und Jochen Lang von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Er war voll des Lobes: "Wir sind hochzufrieden mit der Qualität der durchgeführten Arbeiten."

Tanzraum und Kindercafé

In der Tat ist vieles kaum wiederzuerkennen: Neben einem Anstrich und einer energetischen Sanierung ist das ältere der beiden Gebäude nun mit einem neuen Treppenhaus, einer neuen Heizungsanlage und helleren, luftigeren Räumlichkeiten ausgestattet. Viele Fußböden und Fenster wurden erneuert, der Tanzraum ist mit Akustikdecken ausgestattet. Im Unter- und Obergeschoss wurden neue Sanitäranlagen eingebaut. Aus zwei kleinen, unübersichtlichen Räumen ist ein moderner Fitnessraum entstanden. Der Küchenbereich ist mit Einbauschränken eingerichtet und vergrößert worden, und es gibt ein funkelnagelneues Kindercafé.

Finanziert wurde das gesamte Bauprojekt mit rund 1,2 Millionen Euro über das Quartiersmanagement Rollberg mit Mitteln aus dem Programm Soziale Stadt. Träger der Einrichtung ist das Bezirksamt.

Viele Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren kommen regelmäßig hierher und nutzen die Freizeitangebote, wie Fußball, Fitness, Tanzen und Tischtennis. Außerdem gibt es Kreativkurse und ein Internetcafé. Eine Besonderheit ist das Jugendrechtshaus: Jugendliche können sich kostenlos und vertraulich von einem Polizisten oder Rechtsanwalt beraten lassen.

Weil sich das Haus sich nach der Sanierung weiter für die Kiezbewohner öffnen will, wurden Kinder, Jugendliche, Eltern und Erzieher von Anfang an in die Planung einbezogen. Ein halbes Jahr lang arbeiteten sie daran, ihre Vorschläge für die neue Lessinghöhe in mehreren Workshops zu entwerfen.


Sylvia Baumeister / SB
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