Alles neu auf der Lessinghöhe: Auch Saal und Anbau sind saniert

Dem Gebäude ist sein Alter nicht mehr anzusehen. (Foto: Schilp)
 
Einrichtungsleiter Jürgen Schmeichler (l.) und Stadtrat Falko Liecke mit Fusal in der Hand. (Foto: Schilp)
Berlin: Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe |

Vor genau drei Jahren war die Renovierung des Haupthauses beendet, nun ist auch der Saal samt Anbau in einem Top-Zustand: Am 14. März wurde im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe am Mittelweg 30 gefeiert.

„Das war eine wunderbare Nachricht, als wir eine Zusage für die Sanierung bekamen“, sagt Jürgen Schmeichler, Leiter der Einrichtung. Auch wenn sie nicht so preisgünstig zu haben war, wie ursprünglich gedacht. Beim Beteiligungsverfahren stellte sich nämlich heraus: Es sollte nicht nur viele Veranstaltungen im Saal geben, sondern die Kids wollten dort auch unbedingt Fußball spielen können. „Da mussten wir noch einmal rechnen. Ein zweiter Nachschlag war dann für die Technik nötig“, so Schmeichler, der sich ausdrücklich bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bedankt.

Von dort kam nämlich der Löwenanteil des Geldes, rund 850 000 Euro. Der Bezirk schoss knapp 100 000 Euro zu. Jetzt darf gekickt werden, allerdings nur mit sogenannten Futsals, Hallenfußbällen, die nicht hoch springen. „So mussten wir nicht alle Fenster schließen“, erklärt Architektin Gabriele Fink. Eine einschiebbare Bühnentreppe sorge dafür, dass die Sportler genug Platz haben.

Schwierig wurde die Sanierung des Anbaus. Um ein barrierefreies WC zu bauen, musste eine Wand abgerissen werden, dabei kam Dämmmateriel zum Vorschein, das zu entsorgen war. Schließlich stellten sich auch die Decke und weitere Wände als marode heraus. Bei den Außenarbeiten gab es eine andere Überraschung: einen Fuchsbau unter dem Haus, samt tierischem Bewohner. „Den mussten wir erst einmal herauslocken, um weitermachen zu können“, so Fink. Jetzt ist alles unter Dach und Fach. Das Gebäude kann mit einer neuen Heizung, neuer Dämmung und technischer Einrichtung aufwarten. Im Anbau gibt es wieder bodentiefe Fenster, so wie es bei der Eröffnung im Oktober 1951 war. Zu verdanken ist die Einrichtung übrigens einer Spende der damaligen amerikanischen Regierung in Höhe von 172 800 Mark.

Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU) kam zur feierlichen Eröffnung nicht mit leeren Händen, sondern brachte mehrere Futsals mit. „In den vergangenen Jahren wurden in das Kinder- und Jugendzentrum rund 2,2 Millionen Euro investiert. Ich hoffe, dass es die nächsten 30 Jahre hält“, sagte er. Das Haus am Rande des Rollbergviertels sei sehr wichtig, es werde gute Arbeit geleistet.

Für viele Kinder und Jugendliche zwischen sechs und achtzehn Jahren ist das Zentrum Treff- und Anlaufpunkt. Geöffnet ist es jeden Nachmittag, außer sonntags. Dort wird in einer Band Musik gemacht, viel Sport getrieben, gemalt, gebastelt, und es gibt ein sehr beliebtes Internetcafé. Draußen laden Spiel- und Sportplätze ein. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit Polizisten vom Abschnitt 55, sie trainieren Tischtennis und Fitness mit den Jugendlichen, geben Tipps für die Führerscheinprüfung und vieles mehr.

Auch das „Jugendrechtshaus“ ist Teil der Einrichtung. Hier berät ein Anwalt Kinder, Jugendliche und ihre Eltern bei Problemen, egal ob sie nur eine rechtliche Frage haben oder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind.

Die nächsten großen Termine im Saal stehen übrigens schon fest: Die traditionelle 1.-Mai-Feier wird dort steigen, und bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer kommt die neue Beamer-Anlage bei Public Viewing zum Einsatz.
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