Grafik trifft Plastik: Werke von Ursula Strozynski und Rolf Winkler zu sehen

Galerist Joachim Pohl zeigt auch Rolf Winklers „Die Kauernde“ als Entwurf. Die Plastik steht in Originalgröße am Güllweg. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Galerie Pohl |

Pankow. Arbeiten von zwei Pankower Künstlern sind in der ersten Ausstellung des Jahres in der Galerie Pohl zu sehen: Grafiken von Ursula Strozynski und Plastiken von Rolf Winkler.

„Ich wollte immer schon mal eine Personalausstellung mit Ursula Strozynski organisieren“, gesteht Galerist Joachim Pohl. Das klappte bisher nicht. Als er ihr die Idee unterbreitete, ihre Arbeiten gemeinsam mit Plastiken von Rolf Winkler (1930-2001) auszustellen, wurde der Wunsch des Galeristen endlich wahr. Die Grafikerin und der Bildhauer waren Nachbarn. „Beide schätzten sich als Künstler sehr“, so Pohl.

In der Ausstellung sind Stadtmotive und Landschaften von Ursula Strozynski zu sehen. „In allen Landschaften findet sich aber auch Gebautes“, erklärt der Galerist. „Die Bilder lassen erkennen, dass sie von der Architektur herkommt.“ Ursula Strozynski studierte nämlich an der Technischen Universität Dresden Architektur. Danach arbeitete sie an der Projektierung eines Berliner Großbetriebes mit. Seit Mitte der 70er-Jahre lebt sie in Pankow als freischaffende Künstlerin. Als solche arbeitet sie mit Vorliebe an Grafiken, Radierungen und Malereien von Industrieanlagen und Gebäuden.

Klare Kompositionen

„Ihre Arbeiten haben eine beeindruckende Kontinuität“, so Galerist Pohl. „Man erkennt stets eine strenge, klare Komposition. Wenn sie mit Farbe arbeitet, ist das meist monochrom.“ In der Ausstellung sind unter anderem Stadtansichten von Berlin und Marburg, Bilder von Industrieanlagen sowie eine Serie von Segelboot-Bildern zu sehen.

In Kontrast zu diesen Zeichnungen stehen die Plastiken von Rolf Winkler. „Wir haben vor allem vertikale Standbilder ausgewählt. Rolf Winkler war ein figürlicher Bildhauer, der bei Fritz Cremer und Waldemar Grzimek lernte“, so Joachim Pohl. Außerdem sind in der Ausstellung kleinere Plastiken zu sehen, die als Entwurf für Denkmale entstanden, unter anderem „Der Geschundene“ und eine Stele für die Euthanasie-Opfer in Buch. Auch der Entwurf zur Plastik „Kauernde“, die im Güllweg steht, findet sich in der Ausstellung. BW

Geöffnet ist die Galerie in der Wollankstraße 112a montags, dienstags und freitags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags von 14 bis 19.30 Uhr und nach Vereinbarung unter  486 71 13. Die Ausstellung ist bis zum 19. Februar zu besichtigen.
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