Die Gewobag startet ihre Neubauoffensive in Prenzlauer Berg

Snezana Michaelis und Markus Terboven vermauerten gemeinsam mit Bürgermeister Matthias Köhne (SPD, rechts) den Grundstein für den Neubau in der Gubitzstraße 50. (Foto: Bernd Wähner)
 
Bausenator Andreas Geisel (rechts) stellte gemeinsam mit den Gewobag-Vorständen Snezana Michaelis und Markus Terboven die Pläne des kommunalen Unternehmens für die nächsten zehn Jahre vor. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag wird in den nächsten Monaten kräftig in den Bau neuer Wohnungen investieren. An acht Standorten will sie 215 bezahlbare Mietwohnungen errichten.

Die neuen Häuser entstehen in Baulücken. Den Startschuss für seine Neubauoffensive gab das städtische Wohnungsunternehmen mit einer Grundsteinlegung in der Gubitzstraße 50. Dort werden bis Anfang 2017 insgesamt 51 Wohnungen entstehen. Die Fassadengestaltung orientiert sich an der Architektur der nahe gelegenen Wohnstadt Carl Legien. Diese gehört seit einigen Jahren zum Weltkulturerbe. Ihr Architekt war Bruno Taut. Eines ihrer markanten architektonischen Elemente sind geschwungene Balkone. Mit solchen Balkonen wird auch die Eckfassade des neuen Hauses an der Gubitzstraße ausgestattet. Zeitgleich zum Neubau lässt die Gewobag das benachbarte Wohnhaus in der Grellstraße 15 modernisieren. Alt- und Neubau erhalten einen neu gestalteten Hof.

Weitere Neubauvorhaben der Gewobag befinden sich in der Schliemannstraße 23a, der Jablonskistraße 12, der Czarnikauer Straße 15, der Zehdenicker Straße 7a, der Chodowieckistraße 7 sowie in der Bernhard-Lichtenberg-Straße 4a und der Eugen-Schönhaar-Straße 4. Die Gewobag ist der größte Wohnungseigentümer in Prenzlauer Berg. 2000 wurde die WiP Wohnungsbaugesellschaft in Prenzlauer Berg mit ihrem gesamten Bestand an kommunalen Wohnungen Teil der Gewobag. Seitdem lag der Schwerpunkt auf der Sanierung des Altbestandes.

Zuzug nimmt noch zu

Doch der Zuzug nach Berlin nimmt immer mehr zu. Deshalb setzt Berlin neue Prioritäten. Damit ausreichend bezahlbarerer Wohnraum zur Verfügung steht, erhielten die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften den Auftrag, in großem Stil neue Wohnungen zu bauen beziehungsweise Wohnungen und Bauprojekte zu kaufen. Dieser Herausforderung will sich auch die Gewobag stellen. Ihre Vorstände Snezana Michaelis und Markus Terboven präsentierten mit Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) ihr Konzept für das Anwachsen des Wohnungsbestandes.

Derzeit verfügt das Unternehmen über knapp 58.000 Wohnungen. „Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden wir 10.200 Wohnungen neu bauen und 4400 Wohnungen ankaufen. Insgesamt planen wir Investitionen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro“, so Markus Terboven. Damit soll für etwa 30.000 Menschen Wohnraum zu sozial verträglichen Mietkonditionen geschaffen werden.

Wachstum meistern

Senator Andreas Geisel: „Ich freue mich, dass die Neubauoffensive der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Fahrt aufnimmt. Die Gewobag zeigt, wie unterschiedlich und vielfältig der Wohnungsbau in unserer Stadt sein kann. Wir brauchen neben dem großflächigen Wohnungsbau auch die Verdichtung in der Innenstadt. Das Wachstum Berlins werden wir nur meistern, wenn an allen Stellen in der Stadt bezahlbarer Wohnraum entsteht.“

Pankows Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) begrüßte zur Grundsteinlegung an der Gubitzstraße das Engagement der Gewobag im Bezirk. Er mahnt zugleich an, den Bau der nötigen Infrastruktur nicht aus dem Blick zu verlieren. Wo neue Wohnungen entstehen, werden auch Kitas, Schulen, Freizeiteinrichtungen und anderes benötigt. Mit der derzeitigen Mittelausstattung können diese nicht allein vom Bezirk gebaut werden. BW
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