Wally Lewerenz engagiert sich seit 20 Jahren als Patientenfürsprecherin im Krankenhaus

Wally Lewerenz ist seit 20 Jahren Patientenfürsprecherin des Krankenhauses Prenzlauer Berg. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Krankenhaus Prenzlauer Berg |

Prenzlauer Berg. Wally Lewerenz kümmert sich seit 20 Jahren um die Anliegen von Patienten. Die 80-Jährige ist als ehrenamtliche Patientenfürsprecherin im Krankenhaus Prenzlauer Berg in der Fröbelstraße 15 tätig. Dieses ist heute eine Filiale des Klinikums Friedrichshain.

Zu ihrem Ehrenamt kam die Seniorin mehr durch Zufall. Sie saß seinerzeit für die SPD in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Als sich der bisherige Patientenfürsprecher des Krankenhauses verabschiedete, wurde sie gefragt, ob sie diese Aufgabe übernehmen wolle. Immerhin hatte sie beim Deutschen Roten Kreuz mal Pflegerin gelernt. In ihrem Berufsleben arbeitete sie dann unter anderem im früheren Kinderkrankenhaus Weißensee sowie in konfessionellen und staatlichen Pflegeheimen.

Die BVV wählte sie vor 20 Jahren zur Patientenfürsprecherin. Wally Lewerenz hatte sofort einen guten Draht zur Krankenhausleitung und zum Personal. „Viele Anliegen der Patienten ließen und lassen sich ohne großen Aufwand klären“, sagt sie. „Wenn eine Patientin zum Beispiel kritisiert, dass ein Stuhl für Besucher an ihrem Bett fehlt, dann kann schnell und unbürokratisch ein Stuhl hingestellt werden.“

Größere und kleinere Anliegen werden nicht nur bei regelmäßigen Rundgängen durch das Krankenhaus von Patienten an Wally Lewerenz herangetragen. Donnerstags von 15 bis 17 Uhr bietet Walli Lipke im Raum 0018 im Erdgeschoss auch eine Sprechstunde an. Außerhalb der Sprechstunde ist unter  130 16 12 33 ein Anrufbeantworter geschaltet. „Den höre ich jeden Tag ab. So kann ich bei aktuellen Anliegen auch zeitnah reagieren“, sagt die Patientenfürsprecherin.

Richtig sauer ist Wally Lewerenz allerdings, dass die Senatsgesundheitsverwaltung und die Vivantes-Geschäftsführung an der 2008 beschlossenen Schließung des Krankenhauses Prenzlauer Berg weiter festhalten. Alle Bereiche sollen bis Mitte 2018 in einen Neubau am Klinikum Friedrichshain umziehen. „Ich habe mich bereits vor zehn Jahren beim Regierenden Bürgermeister dafür eingesetzt, dass das Krankenhaus erhalten bleibt“, sagt sie. „Inzwischen sind sehr viele Menschen neu nach Prenzlauer Berg gezogen. Die Einwohnerzahl wächst stetig. Ich kann nicht nachvollziehen, warum man das einzige Krankenhaus im Ortsteil verlegen will. Bei dem Verkehr und den Staus in der Innenstadt sollte man doch eher auf kurze Strecken zum Krankenhaus, also wohnortnahe Versorgung setzten.“

Hinzu käme, dass es im Prenzlauer Berger Krankenhaus seit zwei Jahren eine Kinderabteilung gibt. Diese sei gerade für den Standort Prenzlauer Berg wichtig und dürfe nicht nach Friedrichshain verlegt werden. Deshalb hofft die Patientenfürsprecherin, dass der neue Senat die Entscheidung zur Schließung revidiert. In den nächsten Wochen steht die Neuwahl der Patientenfürsprecher im Bezirk an. „Ob ich wieder kandidiere, halte ich mir noch offen. Auf keinen Fall werde ich an einen neuen Standort nach Friedrichshain ziehen“, sagt sie. BW
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