Eine Trasse für die Straßenbahn auf der Michelangelostraße

Wenn die Michelangelostraße irgendwann neu gebaut wird, sollte gleich Platz für eine Straßenbahntrasse freigehalten werden, meint die zuständige Senatsverwaltung. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Wenn entlang der Michelangelostraße neue Wohnhäuser entstehen, muss auch die Michelangelostraße neu gebaut werden. In diesem Zusammenhang sollte gleich eine Trasse für eine Straßenbahnlinie freigehalten werden.

Dieser Auffassung ist die Mehrheit der Pankower Verordneten. Deshalb solle das Bezirksamt bei anstehenden Planungen in Mittellage mindestens 6,50 Meter für die Straßenbahn freihalten, beschlossen die Verordneten auf Antrag der Linksfraktion. Für diese Idee gebe es jetzt auch Zustimmung aus dem Senat, berichtet Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen). Das Bezirksamt habe sich inzwischen an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit der Bitte um Prüfung und Stellungnahme zu diesem Vorschlag gewandt. Und diese habe zustimmend geantwortet. Im Zusammenhang mit den aktuellen verkehrspolitischen Entwicklungen und neuen Überlegungen zur Netzerweiterung werde eine Straßenbahnstrecke auf der Michelangelostraße als sinnvoll erachtet.

Es gibt im Senat nämlich die Idee, die Straßenbahnlinie M13 irgendwann einmal von der Weißenseer Spitze über die Ostseestraße, Michelangelostraße bis zum Weißenseer Weg fahren zu lassen. Dadurch ergebe sich die Möglichkeit einer relativ geradlinigen Führung der Tangentiallinie M13. Sie könnte dann bis zum Weißenseer Weg ohne den Umweg über die Langhansstraße und das Ortsteilzentrum Weißensee fahren.

„Damit könnten beträchtliche Reisezeitersparnisse erreicht werden“, heißt es aus der Senatsverwaltung. Die Wirtschaftlichkeit und damit der tatsächliche Bau dieser angedachten Strecke sei allerdings davon abhängig, wie sich der Einzugsbereich entlang dieser Streckenführung weiterentwickelt.

Die bisherigen Planungen für die Michelangelostraße sehen noch keinen separaten Platz für eine Straßenbahntrasse vor. Nach Meinung der Senatsverwaltung sollte dieser aber freigehalten werden. Aber wie die konkreten Veränderungen im Straßenquerschnitt aussehen könnten, dazu gibt es bisher noch keine Überlegungen, und dazu müsse man sich auch mit dem Bezirksamt abstimmen.

Die Michelangelostraße ist in den 70er-Jahren gebaut worden. Man legte sie seinerzeit als Provisorium an, erst den nördlichen, später den südlichen Teil der Straße. Inzwischen hat sie die Lebensdauer erreicht, die für solch eine Straße vorgesehen ist. Deshalb ist geplant, sie im Zuge einer Bebauung der Michelangelostraße auch neu zu bauen. BW
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.