Bau der neuen Stadtteilbibliothek in Alt-Rudow

Bürgermeisterin Franziska Giffey (von rechts nach links), Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer und Architekt Wieland Vajen griffen gemeinsam zum Riesenspaten für den ersten symbolischen Spatenstich der neuen Bibliothek, daneben stehen die Bibliotheksleiterin Susann Schaller und Karen Scholz, Bauleiterin an der Knobelsdorff-Schule. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Stadtteilbibliothek Alt-Rudow |

Rudow. Nach dem Abriss der maroden Seniorenfreizeitstätte, die hinter der alten Dorfschule Rudow im kommenden Jahr neu aufgebaut wird, wird derzeit eine neue Bibliothek erbaut. Bis Mitte 2018 soll sie fertig sein.

Lange Jahre mussten sich die Nutzer mit einem Provisorium in der Clay-Schule am Bildhauerweg begnügen. Dass die neue Bibliothek nicht im Neubau der Schule, sondern separat im wesentlich zentraler gelegenen Alt-Rudow errichtet wird, war zunächst nicht so geplant. Aufgrund gestiegener Baukosten der Clay-Schule hatte der Senat es abgelehnt, auch eine neue Bibliothek zu finanzieren. So musste der Bezirk einen neuen Standort suchen und zudem die Kosten von 1,8 Millionen Euro selbst tragen.

Geld sparend wirkt sich aus, sodass am Neubau Fachkräfte und Auszubildende des Oberstufenzentrums für Bautechnik an der Spandauer Knobellsdorf-Schule beteiligt sind. Das Gebäude nach Plänen des Architekten Wieland Vajen ist in rotem Klinker gehalten, wie die Alte Dorfschule. Auf drei Geschossen und 570 Qua-dratmetern Nutzfläche verteilt sich ein breites Medienangebot mit moderner Ausleihe. Darin integriert werden Lese- und Arbeitsplätze für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ausreichend Raum wird es für öffentliche Veranstaltungen, wie „Rudow liest“ sowie für Bildungsangebote von Kitas und Schulen geben. Ausgestattet wird die Bibliothek mit behindertengerechten Toiletten, einem Fahrstuhl sowie einem Lesecafé und Lesegarten. Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) kommt es vor allem darauf an, „dass die neue Bibliothek ein moderner Lernort und eine Begegnungsstätte mit einer hohen Aufenthaltsqualität“ werden soll, wie sie beim symbolischen Spatenstich in Alt-Rudow 45 am 21. Juli betonte.

„Eine Besonderheit, die es bisher noch nicht in Neuköllner Bibliotheken gibt, wird der Windfang am Haupteingang sein, wo die Nutzer ihre Medien 24 Stunden am Tag abgeben können“, kündigte Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer (SPD) an.

Da in Alt-Rudow mehr Platz als am bisherigen Standort zur Verfügung stehen wird, rechnet die Bibliotheksleiterin Susann Schaller mit einer Steigerung der Ausleihe von bisher 120 000 auf 200 000 Medien jährlich. Die Eröffnung ist Mitte 2018 geplant, 80 Jahre nach Errichtung der ersten Stadtteilbibliothek in Rudow. SB
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