Bezirksamt will Stolperfallen in der Buschallee schnell beseitigen lassen

Gerhard Friedrich zeigt, wie sich Gehwegplatten vor der Häuserzeile in der Buschallee verschoben haben. (Foto: Bernd Wähner)

Weißensee. Dass sich Bauleute mitunter nur um die Erledigung ihres Auftrags kümmern, aber dabei Schäden an anderen baulichen Anlagen hinterlassen, konnten Anwohner der Buschallee in den vergangenen Monaten vor ihren Haustüren sehen.

„Seit April wurden die Straßenbahngleise auf der Buschallee von der Hansastraße in Richtung Bezirk Lichtenberg saniert sowie die Haltestelle in Höhe Stadion Buchallee neu gebaut“, sagt Berliner-Woche-Leser Gerhard Friedrich. „Aus diesem Grund war das Parken von Privatfahrzeugen vor unseren Häusern für Anwohner nicht gestattet.“ In diesem Abschnitt ist normalerweise das Parken halb auf der Fahrbahn, halb auf dem Gehweg gestattet. Auf den markierten Parkplätzen wurden während der Bauphase stattdessen schwere Baumaschinen abgestellt. Nach Beendigung der Arbeiten kann dort wieder geparkt werden.

Gerhard Friedrich und weitere Anwohner mussten aber feststellen, dass sich durch das Abstellen der schweren Baufahrzeuge Gehwegpatten sowie Kleinpflastersteine auf dem Unterstreifen gelockert hatten. So gibt es auf dem Gehweg inzwischen mehrere „Stolperfallen“ und Absenkungen, in denen sich bei Regen große Pfützen bilden. Weiterhin fehlen auf dem Unterstreifen stellenweise Pflastersteine.

Richtig bewusst wurde Gerhard Friedrich das alles, weil seine Frau sehbehindert ist und schon an Gehwegplatten ins Straucheln kam. Auch viele andere Senioren in diesem Abschnitt der Buschallee zwischen den Hausnummern 33 und 49 sind seh- oder gehbehindert. Auch für sie sind die Gehwegschäden gefährlich.

Weiterhin ist Gerhard Friedrich aufgefallen, dass der Gully am Straßenrand an der Straßenbahnhalle Stadion Buschallee zu hoch eingebaut wurde. Dieser befindet sich an der Ortsteilgrenze zwischen Weißensee und Alt-Hohenschönhausen. Regenwasser läuft nicht in den Gully, sondern in eine tiefergelegene Stelle der Fahrbahn, dort wo sich der Radweg befindet. Außerdem bildete sich in diesem Bereich in der neuen Bitumenschicht bereits ein immer größer werdendes Schlagloch.

So lässt sich resümieren, dass die Straßenbahntrasse zwar saniert, aber das Umfeld reichlich ramponiert wurde. Auf Anfrage der Berliner Woche nahm sich Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) des Themas an. Er teilt mit, dass nach dem Hinweis von Gerhard Friedrich die Beseitigung der Mängel im Gehwegbereich inzwischen beauftragt wurde. Der zu hoch stehende Gully und das Loch in der Fahrbahn befinden sich zwar im Bezirk Lichtenberg, aber das Pankower Amt hat bereits das dortige Straßen- und Grünflächenamt über die Mängel informiert. BW
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