Nach Baumfällungen: Vonovia kündigt Ersatzpflanzungen im Frühjahr 2017 an

Mieter in der Starkenburger Straße ärgerten sich über Baumfällungen. Jetzt sind Ersatzpflanzungen in Aussicht. (Foto: Ulrike Martin)
Berlin: Starkenburger Straße |

Zehlendorf. Für Aufregung unter den Mietern des Wohnungsunternehmens Vonovia sorgten Baumfällungen rund um die Argentinische Allee. Die Bäume seien gesund gewesen und zum Teil schon sehr alt.

Im Gebiet Argentinische Allee, Starkenburger Straße und Selmaplatz fielen 32 Bäume. Für elf davon – vier Birken, sechs Waldkiefern und eine Robinie – lag laut Naturschutz- und Grünflächenamt eine Genehmigung vor. „Es wäre außerdem möglich, dass zusätzlich Schwarzkiefern gefällt wurden. Eine Genehmigung zum Fällen dieser Bäume ist nicht erforderlich. Darüber haben wir dann keine Kenntnis“, hieß es auf Nachfrage.

Was die Mieter am meisten ärgert: „Wir wurden nicht darüber informiert“, erklärt Anwohner Guido Giehler. „Uns wurde nur gesagt, dass die Anordnung zur Fällung genehmigt wurde. Aus welchen Gründen dies geschah, wurde nicht mitgeteilt.“

Die Erklärung liefert Vonovia-Sprecherin Bettina Benner. „Da sich der Baumbestand der Vonovia auf allgemein zugänglichen Flächen befindet, ist eine Vorabinformation der Mieter nicht vorgesehen.“ Eine Fachfirma sei mit Sicherheitsbegehungen in Vonovia-Wohgebieten beauftragt worden. „Ist die Verkehrssicherheit der Bäume nicht mehr gegeben, werden sie nach der Erteilung der Genehmigung zur Fällung freigegeben.“

Die Gründe für die aktuellen Maßnahmen waren vielfältig. „Eine Ursache war Pilzbefall, der das Holzgewebe zersetzt“, erklärt Benner. „Für den Laien ist das üblicherweise nicht zu erkennen.“ Auch Sturmschäden könnten oft ein Grund für Fällungen sein.

Für die jetzt fehlenden Bäume ist Ersatz vorgesehen. „Im kommenden Frühjahr wird eine Fachfirma geeignete Standorte bestimmen und Nachpflanzungen vornehmen“, sagt Benner. Nach diesen Eignungen richte sich dann die exakte Anzahl an Neupflanzungen. In der Regel erfolge die Ersatzpflanzung auf demselben Grundstück. Vorrangig sollen Winterlinde, Hainbuche, Spitzahorn und Feldahorn in die Erde kommen. Diese Arbeiten sind bis Ende April 2017 geplant.

„Das ist besser als nichts“, sagt Guido Giehler. Immerhin hätte die nachfolgende Generation etwas von den dann schon größeren Bäumen. uma
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