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Chance für Montessori-Schule: Container-Lösung an der Trettachzeile

Die Montessori-Schule Heiligensee ist vorerst gerettet. Sie kann für zwei Jahre nach Tegel ziehen.

In der Trettachzeile 9-13 sollen im Sommer 2018 Container stehen und der Schule ein provisorisches Dach über dem Kopf bieten. „Wir setzen jetzt auf die versprochene Unterstützung des Bezirks“, sagt Stiftungsvorstand Christian Grune. Auf dem gemieteten Gelände stehen noch alte Gebäude, die erst einmal abgerissen werden müssen. Danach sollen Container die Übergangslösung komplettieren. „Wir hoffen, dass wir die entsprechenden Genehmigungen zügig bekommen“, sagt Grune. Der Bezirk hatte den Mietvertrag für den aktuellen Standort am Stolpmünder Weg nicht verlängert, weil er die Immobilie als Filiale der Haushofer-Schule braucht.

Nachdem im Herbst auch die zweite Option eines Schulstandortes im ehemaligen Collège Voltaire endgültig vom Tisch war, bangten Pädagogen, Eltern, Schüler und Stiftung monatelang um die Existenz der Schule. Im schlimmsten Fall hätten die Schüler auf andere Schulen in ganz Berlin verteilt werden müssen, was verständlicherweise niemand wollte.

Schulcontainer statt Wohnungsbau

Die Zwischenlösung kam auf Initiative einer Mutter zustande, die bei der Firma Bermatec in Wittenau arbeitet. Sie wusste von einem Grundstück ihres Chefs in Tegel und erzählte ihm von den Sorgen der Schule, auf die ihre Kinder gehen. Ahmet Bingöl wollte das Gelände eigentlich für den Wohnungsbau verkaufen. Doch als er von dem Problem erfuhr, legte er diese Pläne spontan auf Eis. „Es kann ja nicht sein, dass so viele Kinder im Sommer auf der Straße sitzen, wenn sie lernen wollen“, sagt Bingöl, für den Bildung sehr wichtig ist. Seine eigenen Kinder studieren bereits. Nun vermietet er das Gelände erstmal für zwei Jahre an die Stiftung.

„Dem ganzen Leitungsteam ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt die Geschäftsleiterin der Schule, Christiane Ostrin. „Wir sind sehr froh, dass wir eine Lösung gefunden haben, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.“ Doch die Hände in den Schoß legen kann niemand. „Jetzt müssen wir loslegen“, sagt Ostrin. Damit meint sie die Container-Lösung, an der Schule und Stiftung nun intensiv arbeiten. Sie kostet einiges an konzeptioneller Arbeit und Geld. „Aber grundsätzlich sind wir alle wahnsinnig erleichtert, dass wir wieder etwas Zeit gewonnen haben.“ Weitere Informationen zur Schule gibt es unter www.montessori-stiftung.de.

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