Mehr als nur Fortbewegungsmittel
Von der Trendsportart Tretroller

Beate Jahn und Bianca Koffmann wollen möglichst viele Menschen von der Faszination des Tretrollers als Sportgerät und als Fortbewegungsmittel begeistern.
  • Beate Jahn und Bianca Koffmann wollen möglichst viele Menschen von der Faszination des Tretrollers als Sportgerät und als Fortbewegungsmittel begeistern.
  • Foto: Michael Nittel
  • hochgeladen von Alexander Schultze

Wer sich aufmerksam durch die Stadt bewegt, dem ist vielleicht schon aufgefallen, dass ab und an Erwachsene zu sehen sind, die sich mit einem Tretroller fortbewegen. In einer immer rasanter wachsenden Stadt ist beziehungsweise wird der Tretroller aber nicht nur immer mehr zu einem sehr intelligenten Fortbewegungsmittel – er ist auch ein wirklich tolles und innovatives Sportgerät.

Seit rund fünf Jahren sind die Hermsdorferinnen Beate Jahn und Bianca Koffmann der Faszination Tretroller in all ihren Facetten erlegen. Alles begann beim Sport: Nach einer Meniskus-, einer Kreuzband- und einer Schulteroperation sowie einer eingesteiften Wirbelsäule suchte Beate Jahn nach einer geeigneten Möglichkeit, Bianca Koffmann beim Joggen zu begleiten. „Zufällig haben wir damals einen Tretroller gesehen, haben uns beide gleich einen gekauft – und schon war es um uns geschehen“, erinnert sich Jahn. „Ich konnte tatsächlich stundenlang Roller fahren und bin am nächsten Morgen dennoch ohne Schmerzen aus dem Bett gekommen.“ Tretroller fahren ist in der Tat gelenkschonend, schult den Gleichgewichtssinn und ist für nahezu jedes Alter geeignet. Da man ständig Bodenkontakt hat, fühlt man sich auf dem Tretroller auch als Anfänger sehr sicher und verliert damit schnell eventuell vorhandene Berührungsängste. Man stärkt das Immunsystem, bewegt sich dabei immer an der frischen Luft, trainiert das Herzkreislaufsystem schon bei kurzen Fahrten und kann – je nach Bedarf – sehr gezielt Muskulatur aufbauen oder Gewicht reduzieren. Auch für Senioren, die unter Umständen auf einen Rollator angewiesen sind, und gehbehinderte Menschen gibt es mit dem Doppelroller sogar eine sehr sinnvolle, aus Finnland stammende Alternative.

Man kann beim Roller fahren viel verkehrt machen

Beate Jahn hat sich beim Deutschen Tretrollerverband in Flensburg zur Trainerin ausbilden lassen und ist mittlerweile erste Ansprechpartnerin, wenn es um diesen Sport in Berlin geht. „Beim Tretroller fahren kann man – speziell aus gesundheitlicher Sicht – auch viel verkehrt machen“, mahnt Beate Jahn. „Wenn man schon in einen Roller investiert, wäre es doch schade, wenn er in zwei oder drei Monaten im Keller landet.“ Bei Beate Jahn und Bianca Koffmann kann man das korrekte Tretrollerfahren erlernen, um möglichst lange Spaß an und mit diesem Sportgerät zu haben. Es können verschiedene Tretroller ausprobiert, geliehen und gekauft, Kurse gebucht und ein- oder sogar mehrtägige Touren verabredet werden. Zurzeit sind die beiden unter anderem im Rahmen von Sport im Park aktiv und bringen Interessierten die Faszination des Tretrollers im Steinbergpark jeweils mittwochs von 17 bis 19 Uhr näher.

Auch Touren können individuell verabredet werden. Die nächsten Ausflüge mit dem Tretroller führen unter anderem um den Tegeler See, um den Scharmützelsee oder an der Müritz entlang.

Weitere Informationen zum Tretroller sowie die Möglichkeit, für Anfänger und Fortgeschrittene Kurse zu buchen oder Touren zu vereinbaren gibt es unter www.tretroller-macht-spass.de.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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