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Neues Regenwassersystem kann auf der Boenkestraße erst in einem Jahr gebaut werden

Der Bau des Regenwasserkanals in der Boenkestraße lässt noch auf sich warten.

Die Planungen durch die Berliner Wasserbetriebe begannen zwar schon im Juli, aber mit den Bauarbeiten sei erst von September 2019 bis Mai 2020 zu rechnen. Das teilt Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) auf Anfrage des CDU-Fraktionschefs in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), Johannes Kraft, mit. So kann man nur hoffen, dass es im kommenden Winter nicht allzu viel Niederschlag gibt. Ansonsten besteht erneut die Gefahr, dass es auf der Boenkestraße zu einer Überflutung und Vereisung der Straße kommt. Die muss dann aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden, wie bereits mehrfach passiert.

Das Problem der Straßenentwässerung auf der Boenkestraße beschäftigt die Verordneten bereits seit 2011. Seinerzeit stellte die Deutsche Bahn AG den zweiten Zugang am S-Bahnhof Karow fertig. Dabei wurde auch zur Boenkestraße ein Zugang angelegt. Weil diese sehr heruntergekommen war, ließ das Bezirksamt sie erneuern. Wie sich zeigte, funktioniert aber die Regenwasserableitung nicht wie geplant. Vorgesehen war nämlich, dass das Oberflächenwasser von der Fahrbahn in eine zwischen Fahrbahn und Böschung gelegene Mulde abfließt und dort versickert. Was theoretisch funktionieren sollte, klappt in der Praxis allerdings nicht. Es gibt in diesem Bereich offenbar zu viel Oberflächenwasser.

Die Wasserbetriebe schlugen deshalb im Jahre 2012 vor, ein sogenanntes Mulden-Rohrrigolen-System zu installieren. Es zeigte sich aber, dass die Umsetzung dieser Idee nicht nur erheblichen Planungsaufwand erfordert, sondern auch relativ teuer ist. Deshalb wurde versucht zu erreichen, dass sich die Deutsche Bahn AG finanziell daran beteiligt. Die lehnt das ab, und auch das Eisenbahnbundesamt schloss sich dieser Auffassung an.

So sind die Kosten von voraussichtlich mehr als einer halben Million Euro allein vom Land Berlin zu tragen. Diese stehen aber in diesem Haushaltsjahr nicht mehr bereit. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz hat aber eine Finanzierung ab dem kommenden Jahr zugesagt, sodass die Wasserbetriebe zumindest schon mal mit der Planung beginnen können. Es bleibt die Hoffnung, dass mit dem zu installierenden System spätestens 2020 endlich das Regenwasserproblem auf der Boenkestraße behoben werden kann.

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