Wahlpflichtfach im Freien
Die Achard-Grundschule und die Kleingartenanlage Kaulsdorfer Busch kooperieren

Ronny Schilling, Vorsitzender des Fördervereins der Achard-Grundschule, arbeitet am Hochbeet im Garten der Kleingartenanlage Kaulsdorfer Busch an einem Hochbeet.
3Bilder
  • Ronny Schilling, Vorsitzender des Fördervereins der Achard-Grundschule, arbeitet am Hochbeet im Garten der Kleingartenanlage Kaulsdorfer Busch an einem Hochbeet.
  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter

Schüler der Achard-Grundschule erhalten ab sofort Gartenunterricht im ehemaligen Schaugarten der Kleingartenanlage Kaulsdorfer Busch. Schule und Kleingartenverein unterzeichneten darüber einen Kooperationsvertrag.

„Auf diese Weise können wir unseren bisherigen Lehr- und Schaugarten für die Umweltbildung der Grundschulkinder nutzen“, sagt Jürgen Vogt, Vorsitzender des Kleingartenvereins Kaulsdorfer Busch. Die Kinder bereicherten zudem das Leben in der Kleingartenanlage.

Vogt unterschrieb am Sonnabend, 4. Mai, zusammen mit Schulleiterin Petra Serbe von der Franz-Carl-Achard-Grundschule den Kooperationsvertrag. Danach wird der Pflichtwahlkurs Gartenarbeit der Schule künftig einmal in der Woche den Garten in der Anlage nutzen und der Kleingartenverein Schüler und Lehrer dabei unterstützen.

Nach der Unterzeichnung des Vertrages wurde mit Schülern und Eltern der Achard-Grundschule gefeiert. Im Anschluss wurden im früheren Schaugarten Unkraut gejätet und Hochbeete für die Neubepflanzung vorbereitet. Mit dabei waren unter anderem Kati Blume und ihre beiden Söhne Nick (8) und Feliks (10). „Die Gartenarbeit habe ich noch bei meiner Oma im Garten gelernt“, erzählt sie. Es sei wichtig, dass Kinder etwas über Pflanzen, deren Pflege und Aufzucht erfahren. Diese Sicht teilt der Vorsitzende des Förderverein der Achard-Grundschule, Ronny Schilling und erinnert sich an seine Kindheit. „Wir hatten als Kinder noch einen Schulgarten“, erzählt er. Die Kooperation sei eine Möglichkeit, Kinder an die Natur heranzuführen. Dieses Angebot könne heute nicht jede Schule machen. Deshalb unterstütze auch der Förderverein das Gartenprojekt.

Zwischen der Grundschule und dem Kleingartenverein gibt es eine lange Beziehung. Seit über 20 Jahren veranstalten die sechsten Klassen der Grundschule ihre Abschlussfeiern regelmäßig im Vereinsheim der Kleingartenanlage. „Beim Abschlussfest im vergangenen Jahr wurde die Idee für die Kooperation zwischen Verein und Schule geboren“, erzählt Gabi Köplin, Lehrerin für Naturwissenschaften.

Leiter des Kleingarten-Wahlpflichtkurses ist Sebastian Pritzkow. Er ist an der Schule als pädagogische Unterrichtshilfe angestellt und hat für seine neue Aufgabe im Frühjahr extra eine Weiterbildung absolviert. Jede Woche wird er während der Schulzeit einen Tag mit den rund 15 Schülern des Kurses Gartenarbeit aus den fünften und sechsten Klassen in die Kleingartenanlage kommen. „Es haben sich noch mehr gemeldet, aber mehr konnten wir nicht  aufnehmen“, erzählt er.

Das zur Verfügung stehende Gartengrundstück ist vom Verein 2013 als Schaugarten für Kräuterkunde eingerichtet worden. Die Schüler werden sich hauptsächlich mit dem Anpflanzen und der Aufzucht sowie dem Ernten alter, traditioneller Gemüsesorten wie Bohnen und Kohlrabi beschäftigen. Der Verein steuert sein Wissen durch Vorträge und Beratung bei. Das geerntete Gemüse wird zu leckeren Gerichten verarbeitet und diese bei Veranstaltungen wie dem Umweltfest des Bezirks angeboten. Der Imker, der auf dem Gartengrundstück seit Jahren einige Bienenstöcke angesiedelt hat, wird die Schüler auch in die Grundlagen der Bienenzucht einführen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen