Vivantes Klinikum eröffnet Raum der Stille

Die Wandbemalung nach einem Altarbild von Ben Willikens verleiht dem Raum der Stille Tiefe und wirkt in seiner Formstrenge beruhigend.
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  • Die Wandbemalung nach einem Altarbild von Ben Willikens verleiht dem Raum der Stille Tiefe und wirkt in seiner Formstrenge beruhigend.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Kaulsdorf. Das Vivantes Klinikum Kaulsdorf verfügt jetzt über einen Raum der Stille. Er dient Patienten, Besuchern und Klinikmitarbeitern zur Einkehr und Besinnung.

„Als ich vor zwei Jahren hier anfing, setzte ich die Schaffung eines solches Raumes auf meine Liste“, sagt Axel Gerlach, geschäftsführender Direktor des Klinikums. Er habe solche Räume der Stille von seinen bisherigen Wirkungsstätten gekannt und deren Wirkung auf Patienten, Besucher und Mitarbeiter zu schätzen gelernt.

Die Idee stieß bei Mitarbeitern auf positive Resonanz. Die Umsetzung war jedoch aufgrund der hohen Auslastung der Klinik schwierig. Letztlich wurde ein Raum im Souterrain des Hauses 7a gefunden, der zentral gelegen und gut erreichbar ist. Der Raum der Stille hat eine Grundfläche von gerade mal 22 Quadratmetern. Thomas Beelitz, evangelischer Seelsorger im Krankenhaus, war für die Gestaltung verantwortlich. Auf der Stirnseite des Raumes der Stille ist ein Altarbild zu sehen. Das Original befindet sich in der katholischen Kirche St.Hedwig in Stuttgart und stammt vom Künstler Ben Willikens. Mit seiner Genehmigung wurde das Bild im Klinikum von einem Malerkollegen aufgetragen. Das in Grautönen gehaltene Altarbild ist völlig schmucklos, zeigt lediglich die Umrisse eines Altarraumes, ohne Menschen oder Dekor. Es vermittelt aber einen Eindruck von Tiefe und Weite, ohne dass sich der Betrachter in Details verfängt. Der Raum selbst wurde nur mit einigen Sitzmöbeln und Pflanzenschmuck ausgestattet. Er wirkt einladend und doch streng, geeignet für zwanglose Gespräche.

Thomas Beelitz ist seit Langem Krankenhausseelsorger. „Es geht bei den Gesprächen mit den Patienten oder auch den Krankenhausmitarbeitern nicht immer um Leben und Tod“, erläutert er. Einen Menschen könne schon beschäftigen, dass er sich überhaupt längere Zeit in einem Krankenhaus aufhalten muss. Manchen plagten Sorgen wie um den geliebten Hund, der zu Hause allein oder sogar unversorgt sei.

Neben Thomas Beelitz steht im Vivantes Klinikum Kaulsdorf der katholische Seelsorger Bernhard Dalkmann zu Gesprächen zur Verfügung. Den Raum kann aber auch jeder Patient allein oder mit seinen Besuchern nutzen, genauso wie jeder Klinik-Mitarbeiter. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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