Streit um zugesagte Förderung der Feuerwache Tegelort
Aus Zusage wurde Absage

Der Bezirkspolitik setzt sich für einen Neubau für die Feuerwache Tegelort ein – wenn auch auf unterschiedliche Weise.

Einig ist man sich im Bezirk darüber, dass die Freiwillige Feuerwehr Tegelort einen Neubau bekommen soll. Das alte Gebäude ist marode, in die Halle passen nicht alle Fahrzeuge hinein. Bei einem Besuch vor Ort in diesem Jahr sagte auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) den Neubau zu. Er soll aus Mitteln der wachsenden Stadt für 3,65 Millionen Euro finanziert werden. Nach der guten Nachricht kam die schlechte: Das Geld fließt in den Neubau einer Wache in Grünau.

Über die Ursachen gibt es unterschiedliche Aussagen. Der SPD-Abgeordnete Jörg Stroedter verweist darauf, dass das Grundstück an der Friederikestraße 19 für den sogenannten Typenneubau zu klein sei. Inwieweit es nach Süden erweitert werden könne, müsse wegen dort liegender Versorgungsleitungen noch geprüft werden. Auch ein Entsiegelungs- und Entwässerungskonzept müsse noch mit den Berliner Wasserbetrieben abgestimmt werden. Die Umwidmung der Gelder in Richtung Grünau liege daran, dass dort schneller gebaut werden könne und das Geld der Feuwerwehr erhalten bleibe.

Für die Freiwilige Feuerwehr Tegelort müssten noch Grundstücks- und Flächenübetragungen in die Wege geleitet werden. Für den Neubau gebe es noch keine Baureife und damit auch keine Termin- und Kostensicherheit. Tegelort sei dann eben danach dran.

Ständig andere Absagegründe

Anders sieht das der CDU-Abgeordnete Stephan Schmidt. Nach seinen Informationen sei die Umwidmung nach Grünau erst mit Prüfungen des Denkmalschutzes begründet worden, dann anschließend mit den Leitungen in der benachbarten Almazeile. „Es kann doch nicht angehen, dass die Berliner Wasserbetriebe keine Pläne über ihre Versorgungsleitungen haben“, formuliert Schmidt sein Unverständnis über die Verschiebung.

Schmidt hat zusammen mit dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Tegelort eine Online-Petition auf den Weg gebracht, die innerhalb kurzer Zeit von mehr als 1100 Teilnehmern gezeichnet wurde. Die Online-Petition ist im Internet unter www.feuerwache-jetzt.de zu finden. Analoge Unterschriftenlisten können zudem von Schmidts Wahlkreisbüro unter 40 39 57 93 angefordert werden.

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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