Badesaison ohne Strandbäder?
Pächter kann Investitionen kaum aufbringen und fürchtet das Aus

Aktuell kündigt sich der Herbst an, aber der Blick vieler Reinickendorfer richtet sich bereits auf den Sommer 2019 und die Badesaison. Sie fürchten, dass im kommenden Jahr neben dem Strandbad Tegel auch das Strandbad Lübars geschlossen bleiben könnte.

Gerade erst wurde bekannt, dass das Berliner Immobilienmanagement im Auftrag der Berliner Bäder-Betriebe ein Interessenbekundungsverfahren für das Strandbad Tegel gestartet hat. Bis zum 13. November können sich Investoren mit Konzepten melden, wie sie das seit 2016 geschlossene Strandbad am Schwarzen Weg wieder ans Netz bringen möchten. Wann das konkret der Fall sein wird, ist bisher nicht absehbar. Der CDU-Bezirksverordnete Felix Schönebeck vermisst Signale der Bäderbetriebe oder des Senats, dass einem Investor, der mehrere Millionene Euro investieren müsste, unter die Arme gegriffen würde.

Gleichzeitig meldet sich der Pächter des Strandbads Lübars, Henry Arzig, zu Wort. Sein Pachtvertrag läuft Ende des Jahres nach zehn Jahren aus. Auf der Internetseite seines Unternehmens teilt er mit, dass er die jetzt laufende Ausschreibung der Berliner Bäder-Betriebe für die kommenden Jahre für unrealistisch hält: Es müssten knapp 600.000 Euro in den Badetrieb und noch einmal 200.000 Euro in das Restaurant gesteckt werden.

Bewerbung unter
anderen Bedingungen

Diese Kosten könnten aber „niemals“ durch den laufenden Badebetrieb und durch das Restaurant erwirtschaftet werden. Trotzdem will sich Arzig nicht zurückziehen: „Wir werden versuchen, uns zu anderen Bedingungen an der Ausschreibung zu beteiligen.“

Der Sprecher der Berliner Bäder-Betriebe, Matthias Oloew, kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Die Empfehlung einer Investition von 580.000 Euro brutto basiere auf einer Bauzustandsanalyse, die für Interessenten Klarheit für zu erwartende Investitionen bedeute. Die 200.000 Euro für die Aufwertung des Restaurants seien eine Einschätzung des Gastronomen, und nicht Teil der Ausschreibung. Bei der Gastronomie handele der Betreiber in eigener wirtschaftlicher Verantwortung.

Für alle fünf neu ausgeschriebenen Strandbäder gibt es laut Oloew Interessenten, über die aber wegen des laufenden Verfahrens nicht öffentlich informiert werde. Eine Entscheidung wird Ende Januar 2019 getroffen.

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