Erneut Zittern ums Strandbad Tegel

Tegel. Alle Jahre stellen sich viele Bürger die Frage: Darf das Strandbad Tegel im Sommer öffnen? Entschieden ist zumindest noch nichts, aber die Zeichen stehen besser als im vergangenen Jahr.

Die erste Hürde im Genehmigungsverfahren ist allerdings überwunden. Die Senatsumweltverwaltung hat eine Sondergenehmigung zum Betrieb des maroden Strandbads Tegel erteilt. Die behördliche Voraussetzung ist damit erfüllt, bestätigt BBB-Sprecher Matthias Oloew.

Doch eine Garantie, dass die Reinickendorfer in diesem Sommer im Strandbad Wasserfreuden genießen können, ist das noch nicht. Denn ob das Freibad tatsächlich in Betrieb gehen kann, entscheidet sich erst Ende April. „Zuerst muss der Wirtschaftsplan geändert werden und dazu bedarf es eines Beschlusses des Aufsichtsrats“, teilt Oloew mit.

Die Bäderbetriebe als Unternehmen des Landes Berlin benötigen wieder eine einmalige Zuweisung für die Betriebs-und Personalkosten aus dem Landeshaushalt.

Dieses Prozedere gab es schon im vergangenen Jahr. Da sollte das Strandbad Tegel sogar geschlossen bleiben. Als sich Protest regte, starteten CDU-Politiker eine Petition zum Erhalt des Badespaßes. Tausende unterschrieben. Durch den öffentlichen Druck erteilte der Senat doch eine Betriebserlaubnis.

Das Hin und Her ist dem miserablen Zustand des Strandbades zuzuschreiben. Der Sanierungsbedarf ist hoch. Seit Jahren wird in Tegel nicht mehr investiert. Die Gastronomie ist nicht nutzbar, die Sanitärbereiche und Rohre veraltet.

"Eine Sanierung würde mindestens zwei Millionen Euro kosten", sagt Oloew. Geld, das die BBB nicht in ein Freibad stecken. Das Unternehmen hat einen Jahresetat von gerade mal sechs Millionen Euro für Instandsetzungen in all seine Hallen- und Freibäder. "Das Geld muss also dort eingesetzt werden, wo es am dringendsten gebraucht wird und das sind zuerst die Hallenbäder." Denn dort findet das Schul- und Vereinsschwimmen statt.

Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen hat unterdessen einen „Rettungsstammtisch“ initiiert. „Welche Potentiale das Strandbad hat, beweisen zwei Interessenten, die es gerne kaufen und entwickeln würden“, erklärt Zeelen. Doch damit habe sich der Finanzsenator noch nicht einmal beschäftigt. uk

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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