Bundesfinanzminister Olaf Scholz soll es nun richten
Wasser in Franzosen-Siedlung

Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung hat sich an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) mit der Bitte gewandt, Missstände in der Cité Guynemer zu beseitigen.

Zehn Jahre ist es her, dass die ehemalige Franzosensiedlung Cité Guynemer nahe am Regierungsbereich des Flughafens Tegel und nicht weit entfernt vom Flughafensee privatisiert wurde. Laut Marco Käber, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden und dem SPD-Bezirksverordneten Ulf Wilhelm, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung, gingen dabei neben den Gebäuden auch Straßen und Leitungen an eine Kapitalgesellschaft.

Das Problem dabei: Die Infrastruktur war in den 1950er Jahren, als die Siedlung für Offiziere und Mannschaften der französischen Luftwaffe gebaut wurde, nicht nach deutschen Standards und nicht nach deutschem Recht errichtet worden. Nach Klagen von Anwohnern ging die Verantwortung für Verkehrssicherheit wie auch die unentgeltliche Nutzung der Straßen als öffentliche Verkehrswege zurück an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Dazu kam auch die Zuständigkeit für das Wassersystem.

"Eine beschämende Angelegenheit"

Dabei erwies sich die Hebeanlage als nicht genügend leistungsfähig. Auch sie stammt noch aus der „Franzosen-Zeit“, und ist für neue Bauten ohnehin nicht leistungsstark genug. Die Konsequenz: In den Kellern der Siedlung steht oft Wasser, laut Käber und Wilhelm „eine beschämende Angelegenheit“. Nach Ansicht der beiden hat die BImA ihre Aufgaben, wie eben auch die Modernisierung der Hebeanlage, die die Berliner Wasserbetriebe in der bestehenden Form nicht übernehmen wollen, nicht erfüllt. Jetzt soll es der Finanzminister richten.

Käber und Wilhelm erwarten von ihrem Parteifreund Scholz in der Bundesregierung, dass er die BImA anweist, in Absprache mit dem Land Berlin und seinen Wasserbetrieben die entsprechenden Anpassungen vorzunehmen und auch die Kosten dafür zu tragen.

Die Siedlung, benannt nach dem im Ersten Weltkrieg berühmt gewordenen Kampfflieger Georges Guynemer, teilt sich auf in Einfamilien- und Reihenhäuser sowie einige Mehrfamlienhausriegel. Nach dem Ende der deutschen Teilung ging sie zunächst in Bundesbesitz über.

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