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Bezirk findet für die Ausstellung über den Industriestandort Wilhemsruh keine Räume

Wilhelmsruh. Die Ausstellung „Energie aus Wilhelmsruh. Geschichte eines Berliner Industriestandorts“ wird in absehbarer Zeit doch nicht als Dauerausstellung gezeigt.

Dabei waren die Mittel für die Ausstellung bereits im Bezirkshaushalt 2017 eingeplant. Vorgesehen war, dass mit Unterstützung der Firma ABB-Liegenschaften auf dem Gelände des heutigen PankowParks ein geeigneter Raum gefunden wird. In diesem wollte dann das Museum Pankow in Kooperation mit dem Verein „Leben in Wilhelmsruh“ die Dauerausstellung aufbauen. Bereits 2009 waren große Teile der geplanten Dauerausstellung im Museum an der Prenzlauer Allee als Sonderausstellung zu besichtigen. Anlass war seinerzeit das 100. Gründungsjahr dieses bedeutenden Industriestandorts im Berliner Norden. Die Ausstellung behandelte die Betriebsgeschichte der Bergmann-Elektricitätswerke AG sowie des VEB Bergmann-Borsig.

Mitglieder des Freundeskreises der Chronik Pankow und des Vereins „Leben in Wilhelmsruh“ setzten sich dafür ein, dass diese Ausstellung nicht für immer im Depot verschwindet. Ihre Idee ist es, sie dauerhaft auf dem Wilhelmsruher Gelände zu zeigen, um das es in der Ausstellung geht. Von dieser Idee konnten sie auch die Bezirkspolitik begeistern. Zuletzt gab es die Überlegung, dass die Ausstellung in einem Gebäude gemeinsam mit der Nachbarschaftsbibliothek untergebracht wird. Der Verein „Leben in Wilhelmsruh“ könnte dort dann auch die Ausstellung betreuen.

Mögliche Ausstellungsorte mussten inzwischen allerdings verworfen werden, berichtet Bürgermeister Sören Benn (Die Linke) den Pankower Verordneten. Auch ist der Verbleib der vom Verein betriebenen Nachbarschaftsbibliothek auf dem Gelände nach wie vor unsicher. Weil für das Jahr 2017 keine Perspektive zu erkennen ist, entschied das Bezirksamt, die für die Ausstellung eingeplanten Mittel in Höhe von 20.000 Euro für eine andere wichtige Aufgabe zu verwenden: Die technisch inzwischen sehr anfällige Software des Pankower Museums soll durch eine dringend benötigte Fachsoftware ersetzt werden. Das Museum verpflichtet sich aber, diesen Betrag sofort bereitzustellen, wenn geeigneter Raum für die Dauerausstellung gefunden ist. BW

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