Schluss mit dem Gestank
Abgeordnetenhaus genehmigt Geld für Sanierung des Wilhelmsruher Sees

Der Wilhelmsruher See kann endlich vollständig saniert werden. Dafür genehmigte der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses dem Bezirk 1,1 Millionen Euro.

Dieses Geld wird im Rahmen des Infrastruktur- und Wachstumsfonds Siwana bereitgestellt, informiert der Abgeordnete Torsten Hofer (SPD). Seit vielen Jahren engagieren sich Wilhelmsruher dafür, dass dieses kleine Gewässer endlich saniert wird. Die Wasserqualität hatte sich durch ein zunehmendes Algenwachstum erheblich verschlechtert. An warmen Tagen stank es aus dem See und immer wieder wurden tote Fische ans Ufer geschwemmt.

Der Zeitpunkt der Entstehung des Wilhelmsruher Sees wird auf etwa 1895 datiert. Er bildete sich in einem früheren Torfstich und Sumpf. Viele Jahre gab es dort ein Seebad. Bereits Ende der 1940er-Jahre wurden im See aber Bakterien festgestellt, sodass er für den Badebetrieb gesperrt wurde. In den 50er-Jahren wurde um den See herum eine künstliche Uferbegrenzung aus Beton angelegt, die heute immer noch vorhanden ist. Bereits im Sommer 2007 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zu prüfen, wie der See renaturiert werden kann. Im Herbst desselben Jahres teilte das Bezirksamt der BVV allerdings mit, dass für eine Renaturierung keine Mittel zur Verfügung stünden. Vor fünf Jahren, als die Wasserqualität sich weitere verschlechterte, beschloss die BVV, dass das Bezirksamt in Abstimmung mit dem Arbeitskreis Wilhelmsruher See des Bürgervereins Leben in Wilhelmsruh ein Sanierungskonzept für das Gewässer erarbeiten soll. Dieses Konzept liegt inzwischen vor. Es stellte sich aber heraus, dass die Sanierung des Sees deutlich aufwendiger und teurer sein wird, als ursprünglich angenommen. Ohne finanzielle Unterstützung des Landes hätte die Sanierung erst 2021 beginnen können. Doch mit den nun zur Verfügung stehenden Mitteln kann die Sanierung rascher in Angriff genommen werden.

Dazu sagt der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup (SPD), der sich seit Jahren für die Sanierung einsetzt: „Der See ist nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch ein beliebter Aufenthaltsort.“ Torsten Hofer ergänzt: „Es ist mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Enten im See nicht gefüttert werden dürfen. Sie finden in der Natur genügend Nahrung, und zwar genau in der Form, wie ihr Körper sie am besten verträgt.“

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