Vorfahrt für Pedaltreter: Friedrichshain-Kreuzberg beschließt Radverkehrsplan

Ein geschützter Radstreifen auf dem Kottbusser Damm ist eines der Projekte mit Priorität im Radverkehrsplan, den der Bezirk jetzt vorlegte. (Foto: Thomas Frey)

Fahrrad fahren ist die von der Bezirkspolitik favorisierte Art der Fortbewegung. Deshalb soll in den kommenden Jahren viel Geld in den Ausbau und die Instandsetzung des Wegenetzes fließen.

49 Projekte listet der Radverkehrsplan für Friedrichshain-Kreuzberg auf, den das Bezirksamt beschlossen hat. Darunter befinden sich große Umbauvorhaben ebenso wie das Ausbessern und Erweitern vorhandener Verbindungen. Außerdem spielen sogenannte Begleitmaßnahmen eine Rolle.

Bei den Großprojekten sind sechs als prioritär aufgelistet. Was nicht heißt, dass die Arbeiten dort morgen beginnen. Aber möglichst bald. 

Oranienburger Straße wird umgebaut

Im einzelnen handelt es sich dabei um einen Komplettumbau der Oranien- und Petersburger Straße. Auf dem Kottbusser Damm soll es einen geschützten Radstreifen geben. Gleiches ist am Tempelhofer- und Halleschen Ufer vorgesehen. Auch die Zossener Straße soll eine durchgehende Radspur erhalten. Dazu kommt neuer Asphalt für die Straßen im Boxhagener Kiez. Daneben unterstützt der Bezirk die Radwegpläne der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Friedrichshain-Kreuzberg. Sie betreffen neue Streifen für Pedaltreter jeweils an der Südseite der Frankfurter- und Stralauer Alle sowie an der Hasenheide.

Bike-Sharing auf Pkw-Stellflächen

Schneller lassen sich wahrscheinlich kleinere Veränderungen umsetzen. Etwa mehr Fahrradbügel und der Ausbau des Bike-Sharing-Angebots. Der soll bevorzugt auf bisherigen Auto-Parkplätzen passieren. Ein Antrag der Grünen fordert in vielen Straßen den Wegfall von etwa zehn Prozent der bisherigen Stellflächen. Wogegen es Vorbehalte bei Linken und SPD gibt.

Für Baustadtrat Florian Schmidt (Bündnis 90/Grüne) sorgt der Radverkehrsplan für mehr Gerechtigkeit im Straßenverkehr. Denn 80 Prozent der Bewohner in Friedrichshain-Kreuzberg hätten gar kein Auto, erklärt er. Mit dem Reduzieren des Flächenverbrauchs für Kraftfahrzeuge leiste der Bezirk außerdem einen Beitrag zum Klimaschutz und für eine bessere Luftqualität.
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