Landschaftsgestalter aus aller Welt zeigen internationale Gartenkunst

"Unter den Bäumen sein" nennt die chilenische Landschaftsarchitektin Teresa Moller ihr Gartenkabinett. (Foto: Grafik: Moller)
Berlin: IGA-Markthalle |

Marzahn. Die Gärten der Welt werden zur IGA 2017 noch vielfältiger und verdoppeln ihre Fläche. Darin eingebettet werden den Besuchern zusätzliche Beispiele internationaler Gartenkunst in Form von Kabinetten präsentiert.

Derzeit sind in den Gärten der Welt ausschließlich Beispiele traditioneller Gartenkunst zu sehen. Mit den Kabinetten erhält die Sehenswürdigkeit eine neue Note. Die Gartenkabinette stellen Tendenzen moderner Gartengestaltung vor. Die Entwürfe stammen von den besten Landschaftsarchitekten weltweit und sind seit Mitte Mai in einer Ausstellung in der IGA-Markthalle im Blumberger Damm zu sehen. Mit den Gartenkabinetten zeigt die IGA Berlin GmbH herausragende Beispiele aktueller Gartenarchitektur aus der ganzen Welt, sagte

Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH. " Die internationalen Gartenkabinette werden einer der eindrucksvollen Anziehungspunkte auf der Internationalen Gartenausstellung sein."

Die Gartenkabinette werden bis zur Eröffnung der IGA im April 2017 südlich des neuen Haupteingangs zu den Gärten der Welt im Blumberger Damm entstehen. Jede für sich ist eine kleine Anlage. Sie haben eine Fläche von jeweils knapp 400 Quadratmeter, ungefähr so groß wie ein Schrebergarten. Insgesamt neun solcher Kabinette sind in Planung. Jedes Kabinett wird durch eine mannshohe Hainbuchenhecke von den anderen getrennt und ist damit für sich als etwas Besonderes erlebbar.

Die Landschaftsarchitekten stammen aus Australien, Brasilien, Chile, China, Frankreich, Großbritannien, Libanon, Südafrika und Thailand. Ihre Entwürfe lassen ihre kulturellen und regionalen Hintergründe erkennen. So arbeitet der Beitrag von Teresa Moller aus Chile mit einer modernen Formensprache und verwendet dabei Steine aus dem südamerikanischen Land. Tom Stuart-Smith, einer der renommiertesten britischen Landschaftsarchitekten, lotet in seinem Gartenbeispiel das Spannungsfeld wilden Wachstums und gelenkter Gestaltung aus.

Zusätzlich baut der Berliner Künstler Martin Kaltwasser einen Garten, indem er sich kritisch mit der Verdrängung von Natur in Städten auseinandersetzt. Er baut eine kleine Garteninsel detailgetreu nach, die er vor einer Shopping-Mall in Los Angeles entdeckte und die von Asphalt und parkenden Autos umgeben ist.

Bei der nächsten Veranstaltung "IGA im Dialog" am Dienstag, 2. Juni, um 18.30 Uhr werden die Entwürfe vorgestellt und die Baustellen besichtigt. Die Entwürfe sind in einer Dauerausstellung in der IGA-Markthalle, Blumberger Damm 130, Mo-Fr von 9 bis 17 Uhr zu sehen. Mehr Infos unter www.iga-berlin-2017.de.

Harald Ritter / hari
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