Bauchaos auf der Invalidenstraße: Wichtige Ost-West-Verbindung schon wieder Staufalle

Die Treppenstufen zum Invalidenpark wurden mit Asphalt zugeschüttet und zum provisorischen Radweg umgebaut. (Foto: Dirk Jericho)

Mitte. Auf der Invalidenstraße wird es schon wieder eng. Nach jahrelangem Stauchaos geht es erneut nur schleppend voran.

Rot und weiß – das waren die Farben der vergangenen Jahre auf einer der wichtigsten Straßenverbindungen. Von 2011 bis 2015 wurde die Hauptverkehrsstraße komplett neu gemacht und eine Straßenbahn zum Hauptbahnhof eingebaut. Jetzt stehen wieder Warnbaken und Absperrungen – und mit ihnen die Autos.

Seit Ende März geht es am Invalidenpark zwischen dem Bau- und Wirtschaftsministerium nur einspurig Richtung Hauptbahnhof. Die Energiefirma Stromnetz Berlin buddelt zwischen Scharnhorststraße und Schwarzer Weg, um neue Kabel zu verlegen. Die Arbeiten sollen laut Verkehrslenkung bis Mitte Juli dauern.

Busse, Autos und Trams sind betroffen. Durch den Rückstau bleiben auch die Straßenbahnen in dem Abschnitt von der Chausseestraße bis zum Platz vor dem Neuen Tor stecken, weil sie sich dort die Straße mit den Autos teilen müssen. Ab Invalidenpark gehts auf eigener Trasse in der Straßenmitte ungestört weiter. BVG-Sprecherin Petra Reetz sagt, dass es in den ersten Tagen zu Verspätungen kam. Jetzt habe sich die Situation etwas beruhigt, weil Autofahrer das Nadelöhr mieden.

Auch auf der Chausseestraße geht es seit Monaten nur schleppend voran, weil die BVG seit November den U6-Tunnel saniert. Die Chausseestraße ist auf der gesamten Länge der BND-Baustelle zwischen Wöhlert- und Habersaathstraße in südlicher Richtung Einbahnstraße. Ende April sollten die Abdichtungsarbeiten beendet sein. Doch der Staustress bleibt mindestens bis Dezember. Der erste Bauabschnitt soll erst im August fertig werden, der Rest zum Jahresende.

Laut BVG-Sprecher Markus Falkner dauert die Tunnelsanierung jetzt mehr als doppelt solange, „weil kontaminierte Böden gefunden wurden und fachgerecht entsorgt werden mussten“. Außerdem sei der Zustand der Tunneldecke schlechter als erwartet gewesen. Dadurch waren die Arbeiten für die Erneuerung der Außendichtung der darunter liegenden U-Bahn-Tunnel umfangreicher und zeitaufwändiger. DJ

Informationen gibt es auf den Seiten der Verkehrsinformationzentrale (VIZ).
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Klaus Okrafka aus Mitte | 09.04.2017 | 16:09  
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