Berliner Bäderbetriebe ändern zum Januar ihre Tarife

Berlin. Berliner, die oft schwimmen gehen, sollten sich das ab kommendem Jahr für die Mittagspause vornehmen. Denn zwischen 10 und 15 Uhr wird der Eintritt künftig am günstigsten sein.

Ab 1. Januar 2014 gilt ein neues Tarifmodell, es verändert die bisherigen Eintrittspreise komplett. So soll der normale Eintritt von 4,50 auf 5,50 Euro pro Einzelkarte steigen, teilten die Berliner Bäderbetriebe (BBB) mit. Damit die Bäder zu unterschiedlichen Tageszeiten besser ausgelastet sind, soll es unter der Woche zwischen 10 und 15 Uhr einen neuen Tarif von 3,50 Euro geben. Und Frühschwimmer müssen sich ab Januar beeilen, denn der vergünstigte Tarif von dann 3,50 Euro soll nur noch für eine Zeitspanne von 45 Minuten gelten. Der Aufsichtsrat der BBB hat den neuen Tarifen zwar bereits zugestimmt. Sie müssen formal jedoch noch von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport genehmigt werden.

Bäderchef Ole Bested Hensing rechnet so für 2014 mit Mehreinnahmen von vier bis fünf Millionen Euro. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, sollen diese zur Hälfte in längere Öffnungszeiten und neue Angebote fließen. Mehreinnahmen sind aber auch deshalb nötig, weil der Senat jedes Jahr mehrere Millionen Euro zuschießen muss, damit die Bäder überhaupt öffnen können.

Die steigenden Eintrittspreise sorgen jedoch auch für Skepsis. So erinnert der Landessportbund Berlin daran, dass die Preise sozialverträglich bleiben müssten. „Mit den neuen Tarifen wollen die Bäderbetriebe die Besucherzahlen lenken. Ob das gelingt, muss sich noch zeigen“, sagt Dietmar Bothe, der Sprecher des Landessportbunds. Zwar seien die Mitglieder von Schwimmvereinen weiterhin von den Kosten befreit, aber die privaten Schwimmer müssten nun sehen, ob sie auf die günstigeren Zeiten ausweichen können. „Trotzdem darf man nicht aus den Augen verlieren, dass die Bäder hoch subventioniert sind und bisher wenig Gewinn abwerfen“, sagt Bothe.


Jana Tashina Wörrle / jtw
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