Eigentümer Kurt Krieger will endlich Klarheit

Pankow. Bis Weihnachten muss eine politische Entscheidung zu einem der größten Pankower Bauvorhaben gefallen sein. Sonst legt Kurt Krieger das Projekt "Pankower Tor" für Jahre auf Eis.

Entsprechendes teilte der Investor Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) in einem Brief mit. "Ich habe dem Senator alle meine Fragen gestellt, die bisher nicht beantwortet sind", sagt Krieger. Die KGG Krieger Grundstücksgesellschaft hatte das Areal zwischen S-Bahnhof Pankow und S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf 2009 gekauft. Hier sollen ein Möbelmarkt, ein Einkaufszentrum, 750 Wohnungen, zwei Schulen und anderes entstehen.

"Ich habe drei Einzelhandelsgutachten, drei Verkehrsgutachten und zwei städtebauliche Gutachten bezahlt. Jedes kostete eine sechsstellige Summe", resümiert der Investor. Aber so richtig vorangekommen ist das Projekt nicht. "Inzwischen bin ich 67 Jahre alt. Da überlegt man sich: Was kannst du noch zu Ende bringen", erklärt Krieger. Für ihn ist deshalb klar: "Wenn bis Weihnachten keine politische Entscheidung zum Pankower Tor gefallen ist, dann verschiebe ich die Entwicklung der Fläche in die nächste Generation." Damit meine er aber nicht seine Tochter, die 36 Jahre alt ist, sondern seinen 13 Jahre alten Sohn, stellt Krieger klar.

Verkaufen werde er das Gelände nicht. Immerhin möchte Krieger 400 Millionen Euro investieren. Das Geld steht bereit. Was fehlt, ist die politische Entscheidung. "Wir haben in fraktionsübergreifender Einstimmigkeit bereits mindestens vier Beschlüsse gefasst", sagt Roland Schröder (SPD), der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses. Darin haben sich die Verordneten stets für die Umsetzung des Bauvorhabens der KGG ausgesprochen.

Aber: Während der Bau eines neuen Möbelmarktes unstrittig ist, scheiden sich am Einkaufszentrum die Geister In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist man nämlich der Auffassung, dass solch ein riesiges Einkaufszentrum dem Stadtentwicklungsplan Zentren des Landes Berlin widerspricht.

Senator Geisel teilte Krieger bereits mit, dass man um eine politische Entscheidung nicht herum komme. Er hat sich mit Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) und Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Grüne) verabredet.


Bernd Wähner / BW
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