Händler und Forscher werben für die Schönhauser Rad-Allee

Die Centermanagerin Luisa Lorentz-Leder und der TU-Wissenschaftler Stephan Daubitz übergaben die Sicherheitswesten an Kitaleiterin Gabriele Masore-Barz (rechts). (Foto: Bernd Wähner)

Über eine Spende der Initiative Schönhauser-Rad-Allee kann sich die Kita Hirschhof an der Eberswalder Straße freuen. Die Centermanagerin der Schönhauser Allee Arcaden, Luisa Lorentz-Leder, und Stephan Daubitz von der Technischen Universität übergaben an Kitaleiterin Gabriele Masore-Barz 36 Sicherheitswesten mit dem Logo der Initiative.

„Die Idee zu diesen Westen haben wir im Rahmen unserer Initiative entwickelt“, sagt Stephan Daubitz. Und Gabriele Masore-Barz freut sich: „Diese Westen können wir sehr gut gebrauchen. Wir sind häufig im Kiez unterwegs und müssen dabei viel befahrene Straßen überqueren. Künftig können die Kinder und unsere Kollegen die Westen anziehen und werden viel besser von Autofahrern wahrgenommen.“

Für mehr Sicherheit zu sorgen, ist eines der Ziele des Forschungsprojektes „2Rad-1Kauf-0Emission“ der Technischen Universität Berlin, aus dem die Initiative Schönhauser-Rad-Allee hervorging. Die Forscher widmen sich gemeinsam mit Gewerbetreibenden der Frage, welche Maßnahmen geeignet sind, die Schönhauser Allee besonders für radfahrende Kunden attraktiver zu machen.

Seit geraumer Zeit plant die Senatsverkehrsverwaltung die Umgestaltung vor allem des nördlichen Teils der Schönhauser Allee. „Ein wesentliches Ziel unseres Projektes ist es, nicht erst dann zu reagieren, wenn konkrete Umbaupläne vorliegen, sondern bereits weit im Vorfeld mit eigenen Ideen initiativ zu werden. Damit wollen wir aktiv den Veränderungsprozess mitgestalten“, erklärt Stephan Daubitz. Bei der Initiative „Schönhauser-Rad-Allee“ machen derzeit 15 Händler auf der Schönhauser Allee mit, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Einkaufen mit dem Fahrrad angenehmer zu gestalten. Der Radverkehr in Berlin wächst derzeit stark. Eine Reihe von Händlern auf der Schönhauser Allee erkannte, dass die Gruppe der Fahrradfahrer ein bislang zu wenig beachtetes Potenzial darstellt.

Diese Händler möchten ihren Einkaufstandort stärken, indem sie gemeinsam gezielt die Kundengruppe der Radfahrer ansprechen. Sie möchten so die Schönhauser Allee über den Kiez hinaus bekannter und attraktiver machen. Mit zunächst ganz einfachen Maßnahmen wollen sie das Einkaufen mit dem Rad unterstützen und sich so von anderen Standorten abheben.

Eine erste Aktion der Händler: Seit dem Sommer können Radfahrer in den teilnehmenden Geschäften für Ihre Einkäufe eine faltbare Radtasche erhalten. Diese kann man sicher an den Gepäckträger befestigen, anstatt mit schaukelnden Einkaufsbeuteln am Lenker sich und andere zu gefährden. Dieselben Geschäfte halten auch Flickzeug und eine Luftpumpe für Notfälle bereit.

Die Warnwesten sind nun eine nächste Idee, die umgesetzt wurde. Diese Westen werden nicht nur an die Kita gespendet, sie sind auch für radfahrende Kunden in den betreffenden Geschäften erhältlich.

Ausführliche Informationen zum Projekt gibt es auf http://asurl.de/13o0.
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