Koordinierungsstelle für Stolpersteine bleibt unbesetzt

Tempelhof-Schöneberg. Die bezirkliche Koordinierungsstelle für die Verlegung von Stolpersteinen bleibt weiter unbesetzt.

Auch nach bald sechs Monaten ist es nicht gelungen, die seit dem 31. Dezember vakante Stelle wieder zu besetzen. Nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Oktober, eine halbe Stelle für die Weiterführung aus dem Haushalt 2015 zu finanzieren, sofern das Bezirksamt keine andere Möglichkeit finde, hatte Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) am 5. November mitgeteilt, dass das Jobcenter bereit sei, die Stelle für die Dauer von zwei Jahren zu finanzieren.

Das Jobcenter bewilligte die Stelle zum 1. März und schickte zwei Bewerber, die sich aber als nicht geeignet herausstellten. Eine weitere Bewerberin brachte für das Jobcenter nicht die richtigen Voraussetzungen mit. Mittlerweile ist das Jobcenter nicht mehr in der Lage, Bewerber zu schicken und hat das Schöneberger Museum, dem die Koordinierungsstelle angegliedert ist, aufgefordert, die Stelle wieder zurückzugeben.

Die Stolpersteininitiative Stierstraße/Friedenau ist empört. Sie erinnert die Bezirksverordneten aller Fraktionen an den im Herbst gefassten Beschluss, die Verlegung von Stolpersteinen in Tempelhof-Schöneberg "für die Zukunft zu sichern". Die Initiative plant zudem neue Mahnwachen vor dem Rathaus Schöneberg.

Mehr als 250 Stolpersteine warten auf ihre Verlegung. "Wir erwarten daher, dass die BVV ihren Beschluss, eine halbe Stelle für die Koordinierungsarbeit Stolpersteine in unserem Bezirk einzurichten und aus dem Haushalt 2015 zu finanzieren, nunmehr unverzüglich umsetzt", so Sigrun Marks und Eva Maria Jobst von der Stolpersteininitiative.


Karen Noetzel / KEN
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