Lichtergalerie soll für Respekt und Toleranz zwischen den Menschen werben

Die Schirmherren Benno Fürmann (r.) und Sozialstadtrat Andreas Höhne. (Foto: Christian Schindler)

Wittenau. Noch bis Ende Juni leuchten im Park der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik Laternen, die von Bewohnern der Flüchtlingsheime Scharnweberstraße 24 und Oranienburger Straße 285 gebaut wurden.

Schirmherren des Projektes "Lichtergalerie" sind der Schauspieler Benno Fürmann und Sozialstadtrat Andreas Höhne (SPD). Sie eröffneten die Lichtergalerie am 20. Mai. Mit einem kleinen Bühnenprogramm wurde die Open-Air-Installation der im Projekt entstandenen Lichtobjekte auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik gefeiert:

Die Bakshish-Brass-Band spielte ein einstündiges Konzert, außerdem sorgten Musiker der Gustav-Freytag-Oberschule und der Paul-Löbe-Oberschule für Stimmung.

"Wir sind hier! We are here!", unter diesem Motto öffneten die Ateliers der beiden Flüchtlingswohnheime Scharnweberstraße 24 und Oranienburger Straße 285 an vier Tagen der Woche ihre Türen für Kinder, Jugendliche, deren Familien und Menschen aus der Nachbarschaft. Zu den Themenbereichen Herkunft - Identität - Entwicklung - Respekt wurden Laternenkörper gebaut und farblich gestaltet, die nun in einer großen Lichtergalerie im öffentlichen Raum als Licht-Kunst-Installation ausgestellt werden.

Gefördert wird das Projekt durch das Programm "Kultur macht stark", mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt. Die Angebote werden von lokalen Einrichtungen und Vereinen, die sich in Bündnissen zusammenschließen, umgesetzt. Für die Lichtergalerie fanden sich der Reinickendorfer Jugendhilfeträger Aufwind e. V., der Verein Jugendkunstpaten e.V. und die evangelisch-methodistische Lindenkirche zu einem Regionalen Bündnis für Bildung zusammen.

Umgesetzt von den Künstlern Sofia Camargo und Thomas E. J. Klasen, soll die Lichtergalerie ein Zeichen des Willkommens und der Hoffnung sein, Kreativität zur Entfaltung bringen und zu künstlerischem Tun anregen. In den Ateliers werden Begegnungen zwischen Menschen und Kulturen möglich, Wertschätzung und Respekt gefördert, Perspektiven entwickelt. Insgesamt wurden 1500 Meter Leinwand bemalt, "Die Bilder zeigen die Seele der Kinder", ist Klasen überzeugt.

Die beiden Künstler setzten 2014 das Projekt "Lichter des Respekts" am Lietzensee um, als Zeichen gegen Gewalt und für Zivilcourage und gegenseitige Achtung. Gefördert wurde das Projekt durch die Giuseppe-Marcone-Stiftung. 2011 wurde Giuseppe Marcone am Kaiserdamm zu Tode gehetzt. Seine Mutter Vaja Marcone und sein Bruder Velin Marcone gründeten die Stiftung und unterstützen nun auch das Reinickendorfer Projekt.

Der Reinickendorfer Integrationsbeauftragte Oliver Rabitsch und das Bezirksamt unterstützen das Projekt ebenfalls.


Christian Schindler / CS
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