Anzeige

Keine Parkplätze mehr an der Volkshochschule

Wo: Volkshochschule Treptow-Köpenick, Baumschulenstraße 79, 12437 Berlin auf Karte anzeigen
Klaus Dittrich vor dem nun leeren Schulhof.
Klaus Dittrich vor dem nun leeren Schulhof. (Foto: Ralf Drescher)

Hinter der Volkshochschule in der Baumschulenstraße befindet sich ein betonierter Hof. Hier stehen Mülltonnen, Fahrradständer und bis vor Kurzem hatten auch die Pkw von Dozenten und Kursteilnehmern Platz. Jetzt gilt Parkverbot.

„Bereits Anfang Oktober war das Tor plötzlich ohne Ankündigung verschlossen, wir mussten uns im nahen Wohngebiet einen der raren Parkplätze suchen“, ärgert sich Klaus Dittrich. Er leitet mehrere Keramikkurse. Manche Teilnehmer sind im Seniorenalter und kommen aus entfernter liegenden Ortsteilen wie Müggelheim, Schmöckwitz oder Rahnsdorf. „Die sind doch auf das Auto angewiesen, um zur Volkshochschule zu kommen“, ärgert sich Dittrich.

Nach seiner Aussage hatte die Leitung der Volkshochschule vor längerer Zeit angeboten, Interessenten einzelne Pkw-Stellplätze gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen. Das sei jedoch nicht nachgefragt worden.

„Die Behörden im Land Berlin sind gehalten, auf Flächen, die nicht öffentliches Straßenland sind, keine kostenlosen Stellplätze mehr anzubieten. Außerdem gab es Dauerparker, die nichts mit der Volkshochschule zu tun hatten. Deshalb hat unsere Serviceeinheit Facility Management entschieden, den Schulhof zunächst zu sperren“, teilt die zuständige Stadträtin Cornelia Flader (CDU) mit.

Wie sie weiter mitteilt, sollen auf dem Hof nur noch Rettungsfahrzeuge und Behinderte mit entsprechender Berechtigung parken dürfen. Außerdem sollen bis zu 40 Fahrradbügel installiert werden.

„Das wird erhebliche Auswirkungen auf das Wohnumfeld haben. Von Müggelheim oder Rahnsdorf kommt doch kein Kursteilnehmer mit dem Fahrrad nach Baumschulenweg. Wir stellen jetzt unsere Autos im Wohngebiet ab und verschärfen dort vermutlich die bereits angespannte Parksituation“, ärgert sich Klaus Dittrich.

Der Einzug der Parkmöglichkeiten in Baumschulenweg ist kein Einzelfall. Bereits seit 2001 spüren das die Anwohner der Polizeischule an der Radelandstraße. Da wurde für die 600 Stellplätze auf dem Areal in Spandau eine Parkgebühr eingeführt. Seitdem belasten mehrere Hundert Fahrzeuge von Polizeischülern jeden Tag das Wohngebiet. Das Reglementieren des Parkens auf Flächen des Landes Berlin ist Teil der Politik, die Nutzung privater Kraftfahrzeuge einzuschränken und die Berliner quasi zum Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu zwingen.

Klaus Dittrich vor dem nun leeren Schulhof.
Klaus Dittrich vor dem nun leeren Schulhof der Volkshochschule.
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt