Fuchsberg-Grundschule ohne symbolträchtiges Kunstwerk
Goldenes Nest geklaut

Für die Schüler der Fuchsberg-Grundschule war das goldene Nest eine Attraktion. Nun ist es verschwunden.
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  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter

Das „Goldene Nest“ wurde aus der Grundschule am Fuchsberg gestohlen. Neben der Sicherung des Kunstwerks werfen Pech und Pleiten bei der Polizei Fragen auf.

Es scheint sehr schnell gegangen zu sein. Binnen rund einer Viertelstunde drangen der oder die Täter in der Nacht zum 15. Mai in die Schule ein, machten eine Loch in die Vitrine aus Panzerglas und zogen Zweig für Zweig des Nestes aus purem Gold heraus. Bevor die vom Wachdienst alarmierte Polizei ankam, waren sie verschwunden.

Damit war nicht nur eines der teuersten Kunstwerke im Bezirk weg, sondern auch ein für die Fuchsberg-Grundschule neues, identitätsstiftendes Symbol verschwunden. Die Grundschule hatte es erst am 16. November vergangenen Jahres im Zusammenhang mit dem Bezug des Neubaus an der Straße Habichthorst geschenkt bekommen.

Das „Goldene Nest“ wurde im vergangenen Jahr von dem Steglitzer Künstler Thorsten Goldberg im Rahmen eines Auftrages „Kunst am Bau“ geschaffen. Es besteht oder bestand aus insgesamt 74 aus Feingold gegossenen Ästen, die ein Nest darstellten. Das Symbol für Geborgenheit hatte zum Zeitpunkt der Übergabe allein einen Goldwert von 28.000 Euro, der künstlerische Wert soll sich inzwischen auf 80.000 Euro belaufen haben. Der Künstler verzichtete mit der Übergabe auf seine Urheberrechte und gab die Möglichkeit frei, es nach frühestens 14 Jahren zu verkaufen. Die Schule hätte mit dem Geld für sich etwas kaufen oder in etwas investieren können.

Bereits zuvor zwei Einbruchversuche

Auch in die Sicherheit des Kunstwerkes wurde einiges investiert. Es kam in eine in die Hauswand fest eingebaute Vitrine aus Panzerglas mit elektronischer Alarmanlage. Dennoch gab es bereits eine Woche nach der Übergabe einen ersten Einbruch, dem das Panzerglas standhielt. Ein weiterer Einbruch scheiterte Ende Februar dieses Jahres.

Einige Tage vor dem jetzt erfolgreichen Einbruch soll es Hinweise auf die Tat gegeben haben. Kripobeamte der Direktion 6 sollen zwei junge Männer und ein Kind an dem späteren Einbruchsort beobachtet haben, die sich als Angehörige eines kriminellen Clans von nach Berlin eingewanderten Libanesen herausstellten. Entsprechende Warnungen sollen allerdings nicht rechtzeitig weitergegeben worden sein. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ermittelt nun.

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