Unzumutbare Zustände
Polizei an der Cecilienstraße steckt im Sanierungsstau und hat Sicherheitsprobleme

Die Heizung in dem Dienstgebäude des Polizeiabschnitts 62 an der Cecilienstraße ist marode.
  • Die Heizung in dem Dienstgebäude des Polizeiabschnitts 62 an der Cecilienstraße ist marode.
  • Foto: hari
  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Heizung des Gebäudes der Polizei an der Cecilienstraße ist marode. Und das Gelände noch immer nicht sicher vor Dieben.

Zum Jahreswechsel vor Weihnachten fiel die Heizung des Gebäudes des Abschnitt 62 aus. Anfang Januar brachen Diebe auf das Gelände ein und entwendeten Buntmetall. Die Vorfälle reihen sich an Einbrüche auf das neben dem Abschnittsgebäude gelegene Kfz-Sicherstellungsgelände der Berliner Polizei. Dabei wurden während der zurückliegenden Jahre von der Polizei sichergestellte Fahrzeuge gestohlen, beschädigt oder gar abgefackelt. Die Heizung im Dienstgebäude war am 20. Dezember ausgefallen. Daraufhin wurden für die Zimmer Radiatoren angeliefert. Deren Stromverbrauch legte die Stromanlage lahm. Zwischenzeitlich musste der Dienst eingestellt werden.

Es gelang der Berliner Immobilienmanagement, die Heizung nach wenigen Tagen wieder zum Laufen zu bringen. Sollten sich noch einmal richtige Wintertemperaturen einstellen, ist es aber wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, wann sie wieder zusammenbricht. Die Heizungsanlage ist überaltert und dringend sanierungsbedürftig. Das war den Verantwortlichen bereits zuvor bekannt.

Das große Sicherstellungsgelände für Kraftfahrzeuge liegt neben dem Abschnittsgebäude. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag setzten hier unbekannte Täter drei sichergestellte Pkw in Brand. Dabei hatte die Polizei wegen Einbrüchen dort 2018 unter anderem defekte Leuchten und Zaunfelder repariert. Bäume und Sträucher auf und am Gelände wurden zurückgeschnitten, um es besser überwachen zu können. Damals wurde von der Polizei angekündigt, dort eine sichere Fahrzeughalle zu bauen. Als Fertigstellungstermin war 2020 vorgesehen.

Auf dem Abschnittsgelände wird gegenwärtig für 9,5 Millionen Euro eine moderne Schießanlage gebaut. Sie soll im Sommer fertiggestellt sein. Ob die Baustelle das Ziel der Buntmetalldiebe war, die in der Nacht zum 8. Januar, auf das Gelände einbrachen, bestätigte die Polizei nicht. Benjamin Jendro, Pressesprecher der Polizeigewerkschaft, sieht indes ein hausgemachtes Sicherheitsproblem. „Die Polizei lässt seit Jahren ihre Liegenschaften von Securityfirmen bewachen. Da mangelt es oft an Qualität“, erläutert er. Die Probleme mit der Heizung seien nur die Spitze des Eisbergs. „Bei der Polizei gibt es einen Sanierungsstau in Höhe von einer Milliarde Euro.“

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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