Berlin rüstet Polizeiwache um und auf
Zaunanlage und Heizung der Wache an der Cecilienstraße werden erneuert

Der Sanierungsrückstau der Polizeiwache an der Cecilienstraße beträgt rund 95 Millionen Euro.
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Die Polizeiwache an der Cecilienstraße 92 weist einen gewaltigen Sanierungsrückstau auf. Nach einem aktuellen Gebäudescan der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) beträgt er rund 95 Millionen Euro.

Diese Summe erscheint umso größer, wenn sie in Relation zu einem anderen Wert betrachtet wird. So stehen zum Abbau des Sanierungsrückstaus aller Polizeiliegenschaften in der Stadt pro Jahr lediglich 28,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Vom Jahresbudget fließen in den kommenden Monaten weitere Gelder in Baumaßnahmen in das Gebäude und das Gelände an der Cecilienstraße. Entstehen sollen im Bereich des Sportplatzes auf dem Gelände ein Geräteparcours und ein Beachvolleyballplatz. Bis zum Sommer dieses Jahres sollen zudem die Arbeiten an der im Winter 2019/2020 ausgefallenen Heizungsanlage abgeschlossen werden. Sie wird in kleinen Schritten instand gesetzt. Geplant ist auch der Neubau der Kfz-Sicherstellungshalle.

Die Polizeiwache in Biesdorf ist in der Vergangenheit in die Schlagzeilen geraten, weil sich immer wieder Unbefugte Zutritt zum Gelände verschaffen konnten. Sie beschädigten von der Polizei sichergestellte Fahrzeuge, um Spuren und Beweise zu vernichten.

Dabei gibt es bereits seit 2018 einen von der BIM beauftragten Wachschutz, der rund um die Uhr vor Ort ist. Seit September 2019 wird zusätzlich eine private Sicherheitskraft mit Diensthund auf dem Gelände eingesetzt. Und seit Ende Oktober 2020 wird die Liegenschaft auch noch zusätzlich durch Dienstkräfte des zuständigen Polizeiabschnitts bestreift.

Wie Innenstaatssekretär Torsten Akmann den Linken-Abgeordneten Regina Kittler und Kristian Ronneburg auf eine Anfrage erklärte, sei der Sicherheitsdienst im Januar durch den Zentralen Objektschutz personell verstärkt worden. Laut Akmann ist vorgesehen, die Zaunanlage des Geländes durch „eine Einfriedung mit Sichtschutz, inklusive Übersteig-und Unterkriechschutz zu ersetzen“. Zudem soll sie mit Wärmebild- und Videokameras ausgerüstet werden. Die Planungen hierfür hätten bereits begonnen und sollen 2021/2022 umgesetzt werden. Lediglich der an die Cecilienstraße grenzende Zaun werde nicht erneuert, da er bereits jetzt den aktuellen Polizeistandards entspreche.

Für den zweiten Bauabschnitt des Bauvorhabens eines Einsatztrainingszentrums, das neben der Schießanlage auch Schulungs- und Übungsräume vorsieht, liegt bereits eine Machbarkeitsstudie vor. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel konnte dieses Projekt jedoch noch nicht umgesetzt werden. „Gegenwärtig bestehen durch den Sanierungsstau keine Beeinträchtigungen der Arbeitsbedingungen für die Dienstkräfte“, betonte Akmann.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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