Wasser und Fische müssen raus
Der Teich im Schlosspark Biesdorf wird saniert

Der Teich im Schlosspark Biesdorf verliert Wasser, weil die Dichtung aus Teerpappe defekt ist. Im Zuge der Entschlammung wird diese durch eine Abdichtung aus Kunststoff ersetzt.
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  • Der Teich im Schlosspark Biesdorf verliert Wasser, weil die Dichtung aus Teerpappe defekt ist. Im Zuge der Entschlammung wird diese durch eine Abdichtung aus Kunststoff ersetzt.
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Das Bezirksamt lässt ab diesen Herbst den Teich im Schlosspark Biesdorf aufwendig sanieren. Dafür muss unter anderem das Wasser komplett abgepumpt und der Untergrund abgetragen werden. Im Zuge der Arbeiten soll auch eine neue Fontäne installiert werden, sodass sich Parkbesucher in Zukunft wieder über eine sprudelnde Fontäne im Schlossteich freuen dürfen.

Das Vorhaben ist aufgrund der Lage des Kleingewässers und der Gegebenheiten kompliziert. „Da sich der Teich in einem sowohl denkmalpflegerisch wie auch naturschutzfachlich hoch sensiblem Umfeld befindet, müssen Planung, Bauausführung und Geräteeinsatz darauf hin abgestimmt werden, was die für die Vorbereitung der Bauarbeiten erforderliche Zeitspanne verlängert“, erklärt Umweltstadträtin Nadja Zivkovic (CDU). Der Schlossteich soll wieder seine frühere Form und Wassertiefe erhalten. Außerdem werde er mit einer neuen Fontäne ausgestattet, deren Form und Sprühbild sich an historischen Fotos orientiere.

Der Schlossteich ist von Wald, von einer Wiese und einem Fußweg umgeben. Dass das Gelände während der Bauarbeiten nicht beschädigt wird, ist eine der Herausforderungen. Für die schonende Ausführung der Arbeiten soll eine befestigte Baustraße für die Baustellentransporte über die Wiese verlegt und bis in den Teich hinein verlängert werden. Im Anschluss daran wird dieser entleert. Parallel dazu sollen die darin lebenden Amphibien und Fische gefangen und umgesetzt werden. Nachdem das Wasser vollständig abgepumpt und der Schlamm vom Teichboden ausgebaggert wurde, wird die defekte Dichtung ersetzt.

„Entschlammungen stehender Gewässer sind übliche Unterhaltungsarbeiten“, erklärt Nadja Zivkovic. Nötig werden sie, weil über Jahre organische Stoffe wie Äste und Blätter hineinfallen. Mit der Zeit entsteht dadurch eine Schlammschicht, die einerseits die Wasserqualität verschlechtert und andererseits die Gewässer langsam verlanden lässt.

Die Fontäne im Schlossteich ist defekt und sprudelt schon seit Langem nicht mehr. Sie soll im Laufe der Sanierung durch eine neue ersetzt werden.
  • Die Fontäne im Schlossteich ist defekt und sprudelt schon seit Langem nicht mehr. Sie soll im Laufe der Sanierung durch eine neue ersetzt werden.
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Angelegt wurde Teich im Schlosspark Biesdorf Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Winter wurde das Eis im benachbarten Eiskeller eingelagert und zu Kühlzwecken genutzt. Die Fontäne wurde bei Umbauarbeiten in den 50er-Jahren errichtet. Der Teich liegt auf einer Hochfläche. „Geologisch gibt es hier zwar bindige Böden, die reichten aber nie aus, um das Versickern von Wasser aus dem Teich zu verringern“, informiert das Amt. Dieser Umstand habe dazu geführt, dass das Gewässer mit Teerpappe abgedichtet wurde. „Diese Dichtung ist kaputt und muss unter Beachtung der geltenden Umweltvorschriften aufgenommen und durch eine Dichtungsbahn aus Kunststoff ausgetauscht werden.“ Mittels Wurzelschutzbahnen soll die neue Dichtung gegen das Eindringen von Wurzeln der umliegenden Bäume geschützt werden. Auf der Dichtung wird dann eine Schutzschicht aus Sand und Kies verlegt, worauf die neue Fontäne installiert werden soll.

Wie lange das Vorhaben dauert und wann es genau losgehen wird, konnte die Stadträtin auf Nachfrage nicht sagen. Sie rechnet aber mit ungefähr einem Jahr Bauzeit. Auf den Besucherverkehr im Schlosspark werden die Bauarbeiten nur geringe Auswirkungen haben. Die Benutzung der Parkwege wird währenddessen weitestgehend möglich bleiben. Abgesperrt wird lediglich der direkte Baustellenbereich. Die reinen Baukosten bezifferte das Bezirksamt auf voraussichtlich 350 000 Euro.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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