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5000 Euro für das Kindergesundheitshaus in Buckow

Hartmut Christians und seine Frau Mahi haben Hildegard Rossi vom Kindergesundheitshaus in die Mitte genommen.
Hartmut Christians und seine Frau Mahi haben Hildegard Rossi vom Kindergesundheitshaus in die Mitte genommen. (Foto: Schilp)

Rund ein halbes Jahr ist es her, dass Hartmut Christians sein heimatgeschichtliches Buch „Alt-Buckower Geschichte(n)“ veröffentlicht hat. Inzwischen sind mehr als 500 Exemplare verkauft. Jetzt löste er sein Versprechen ein und spendete den Erlös dem Verein „Kindergesundheitshaus“.

Am 16. November überreichte er gemeinsam mit seiner Frau Mahi einen Scheck in Höhe von 5000 Euro an Hildegard Rossi. Die Soziologin ist Mitbegründerin des Vereins, der seinen Sitz im Neuköllner Vivantes-Klinikum hat. Zur Feier des Tages hatte das Ehepaar außerdem Zeitzeugen, die Wertvolles zu dem Buch beigetragen haben, zum Austausch bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen in die Alt-Buckower Behindertenfreizeitstätte eingeladen.

„Das ist eine Riesensumme für eine Einzelspende“, freute sich Hildegard Rossi. Das Kindergesundheitshaus kann das Geld bestens gebrauchen. Der Verein hat sich vor sieben Jahren gegründet. Ursprünglich ging es darum, Eltern von frühgeborenen und schwerkranken Säuglingen zu unterstützen und sie auch zu Hause weiter zu begleiten. Dann kam eine Gruppe für sehr junge Mütter hinzu, die übrigens überdurchschnittlich oft Frühchen zur Welt bringen.

Seit zwei Jahren kümmern sich Hildegard Rossi und ihre Mitstreiter auch um Flüchtlingsfrauen und ihre kleinen Kinder. „Die Bindung zwischen ihnen ist oft gestört. Etliche Mütter sind in ihren traumatischen Erfahrungen gefangen und können nicht mehr richtig auf die Tochter oder den Sohn reagieren“, erzählt Rossi. Hilfe werde in vielerlei Hinsicht geleistet. Das fängt bei ganz einfachen Sachen wie der Anschaffung von Windeln an, gehe über Begleitung zu Behörden bis hin zu Beratung in Erziehungs- und Entwicklungsfragen und psychoanalytischer Unterstützung.

„Wir helfen den Frauen, einen Rahmen zu finden, in dem sie sich zurechtfinden und leben können“, so Rossi. Und es freut sie, wenn sie sieht, dass sie jede Woche wiederkommen und langsam anfangen, die Stadt für sich zu erobern – und wenn es erst einmal nur ein Besuch im Britzer Garten oder im Naturkundemuseum ist. „Einige haben sogar am Vivantes mit einer Pflegeassistenz-Ausbildung begonnen. Die Schwelle ist niedrig, weil sie ja das Gelände und das Krankenhaus schon kennen.“

Zurück zu Hartmut Christians. Der ist mit dem Erfolg seines Buches voll und ganz zufrieden. Zweimal habe er beim Verlag nachbestellen müssen, jetzt sei es so gut wie ausverkauft. „Vielleicht gibt es noch ein paar letzte Exemplare im Museum Neukölln oder in der Touristeninformation im Rathaus“, sagt er.

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