Ärgernis illegales Grillen
SPD Fennpfuhl setzt sich für Aufsicht im Park ein

Der Fennpfuhl-Park eignet sich bestens für ein Picknick. Grillen ist dort aber nicht erlaubt.
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  • Der Fennpfuhl-Park eignet sich bestens für ein Picknick. Grillen ist dort aber nicht erlaubt.
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Die sonnigen Ostertage haben bei vielen Berlinern die Vorfreude auf den Sommer geweckt – manche blicken der schönen Jahreszeit aber auch mit gemischten Gefühlen entgegen. Anwohner von Parks etwa, die dann von grillenden Massen heimgesucht werden. Die SPD Fennpfuhl ist dafür, dem Ärgernis mit einer Parkbetreuung zu begegnen.

Um den See spazieren, auf Bänken ausruhen, mit dem Nachwuchs spielen, joggen, die Großstadtoase genießen: Für all das und mehr eignet sich der Fennpfuhlpark im dicht besiedelten Ortsteil drum herum. Einiges hat sich dort in den vergangenen Jahren zugunsten der Aufenthaltsqualität getan: Mal gab es neue Bänke, mal mehr Papierkörbe, vor knapp zwei Jahren ließ der Bezirk die Plansche im nördlichen Bereich restaurieren.

Die Beliebtheit der Grünanlage sorgt aber auch für unerwünschte Gäste, und zwar solche, die das Grillverbot ignorieren. Die SPD-Fraktion der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beklagt das Ärgernis und sagt dem illegalen Räuchern den Kampf an. Zwei Anfragen zum Thema hat sie ans Bezirksamt gerichtet. „Wie die Antworten zeigen, wurden im Sommer 2018 wegen unerlaubten Grillens 86 Ordnungswidrigkeitsanzeigen ausgesprochen“, berichtet Julien Andre von der SPD-Fraktion. „Manchmal gab es bis zu zehn Ordnungswidrigkeiten an nur einem Tag.“ Dieser Zustand sei unhaltbar. Die SPD hat daher eine zusätzliche Parkbetreuung vorgeschlagen, um die Situation in diesem Sommer zu verbessern.

Entspannung versus Grillspaß

Mit einer Person vor Ort könnte das unerlaubte Grillen unterbunden werden, findet auch Karsten Strien, Vorsitzender der SPD Fennpfuhl. So würde die Erholungsqualität durch die rasche Beseitigung von Dreck und Vandalismusschäden erhöht. „Aus Gesprächen mit den Anwohnern wissen wir, dass die Zustände im Park im vergangenen Sommer zu Verärgerung und großem Unmut führten. Der Fennpfuhlpark soll zum Erholen und Entspannen einladen.“

Eine mögliche Lösung könnte ein Projekt des Landes Berlin sein, das allerdings noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist. Es sieht vor, dass jeder Bezirk fünf bis sechs sogenannte Park-Manager bekommt, die in den größeren Grünanlagen als Ansprechpartner unterwegs sein sollen. Welche konkreten Befugnisse sie haben werden und ob der Fennpfuhlpark zu den ausgewählten Einsatzorten zählt, ist nach Angaben des zuständigen Stadtrats Wilfried Nünthel (CDU) aber noch nicht geklärt.

Die SPD Fennpfuhl würde eine solche Aufsicht begrüßen. „Mit Rücksicht auf andere Besucher sollte aber auch selbstverständlich sein, den Park so zu verlassen, wie man ihn gern selbst vorfinden möchte“, so Karsten Strien.

Autor:

Berit Müller aus Lichtenberg

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