Gegen die kahle Tristesse: Verordnete wünschen sich attraktiveren Hugenottenplatz

Er ist vor 20 Jahren als zentraler Platz im Neubaugebiet des Ortsteils eingeweiht worden: der Hugenottenplatz.

Um ihn herum gibt es zwar Geschäfte. Aber der Platz selbst ist alles andere als attraktiv. Das sollte sich nach Auffassung der SPD-Fraktion in der BVV ändern. Sie möchte die Instandsetzung des Kissenbrunnes zum Anlass nehmen, um eine Aufwertung anzustoßen. Dass der Platz von Anwohnern wenig angenommen wird, bestätigt Sebastian Scheel (Die Linke), Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, auf Anfrage des Pankower SPD-Abgeordneten Torsten Hofer (SPD). Laut Scheel wurde der Hugenottenplatz „1998 als offener, leicht geneigter Dreiecksplatz aus Natursteinbelegen mit dem Zweck Markt- beziehungsweise Festplatz gebaut. Die Fläche ist vollständig befahrbar, an zwei Stellen sind Baumreihen und Bänke angeordnet.“ Nach Fertigstellung sind weitere Bäume gepflanzt worden, weil der Platz einen zu tristen Eindruck machte.

Der Bezirk würde gern mehr Veranstaltungen genehmigen. Doch entsprechende Anträge liegen kaum vor. Das Bezirksamt stehe Vorschlägen zur Belebung offen gegenüber, berichtet Sebastian Scheel nach einer entsprechenden Stellungnahme aus dem Bezirk.

Ein Problem ist allerdings, dass die derzeitige Gestaltung urheberrechtlich geschützt ist. Ihr liegt nämlich ein Wettbewerbsverfahren zugrunde. Um den Platz neu- oder umgestalten zu können, müssten nicht nur finanzielle, sondern auch urheberrechtliche Fragen geklärt werden, so Scheel.

Aber zumindest teilte das Bezirksamt mit, dass der Kissenbrunnen in diesem Jahr instandgesetzt wird. Diese Tatsache nimmt die SPD-Fraktion nun zum Anlass, um weitere Veränderungen anzuregen, unter anderem mehr Begrünung. Weiterhin sollte ein Fahrradabstellplatz eingerichtet werden und eine Station für Bike-Sharing. Weiterhin könnte ein generationsübergreifender Treffpunkt entstehen, mit Boccia- oder Boule-Feldern und seniorengerechten Fitnessgeräten. Außerdem sollte der Wochenmarkt durch ein neues Konzept belebt werden. Ein Flohmarkt oder ein Weihnachtsmarkt könnten etabliert werden sowie Public Viewing zur Fußball-WM stattfinden. Nun wird sich der Stadtentwicklungsausschuss mit dem Hugenottenplatz beschäftigen.

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