Freud und Leid und ein EM-Titel
Herren vom TC Blau-Weiss Berlin sichern sich den Klassenerhalt – die Damen steigen ab

Thies Ole Prinz – hier noch im Trikot vom TC Blau-Weiss – ist bei der Hallen-EM zum Spieler des Turniers gewählt worden.
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Während die Herren vom TC Blau-Weiss Berlin am 12. Januar 2020 durch einen 11:4-Sieg beim Osternienburger HC den Klassenerhalt in der 1. Hallenhockey-Bundesliga bejubeln durften, sind die Damen des Klubs eine Woche später aus der Eliteliga abgestiegen.

Da die Damen aus Grunewald gegen die Zehlendorfer Wespen nicht über ein 2:2 hinauskamen und der ATV Leipzig zeitgleich den Osternienburger HC mit 3:2 besiegen konnte, müssen die Blau-Weissen den Schritt in die Zweitklassigkeit antreten. Die Wespen hingegen standen bereits vorher als Viertelfinalist fest und kämpfen am ersten Februarwochenende gegen den Club an der Alster um den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Insgesamt habe sein Team gegen die Wespen ein gutes Spiel gemacht, erklärte Blau-Weiss-Coach Hendrik Gay. Ausschlaggebend für den Abstieg sei nicht der letzte Spieltag, sondern die gesamte Saison gewesen, in der in zehn Partien nur zwei Siege und ein Remis gelangen.

Zweimal war es Pia Heintze, die Blau-Weiss in Front geschossen hatte. Doch Alina Jäger und Daniela Dallmann glichen jeweils für die Wespen aus und besiegelten den Abstieg der Damen vom Grunewald.

Deutschland ist Hallenhockey-Europameister

Währenddessen erlebten zwei ehemalige Blau-Weisse ein grandioses Wochenende: Paul Dösch und Thies Ole Prinz sind Hallenhockey-Europameister! Bei den Titelkämpfen, die vom 17. bis 19. Januar 2020 in Berlin ausgerichtet worden sind, sicherte sich Deutschland zum 16. Mal den Titel. Mit einer Mischung aus Perspektivspielern für Olympia 2024 und erfahrenen Hallenhockey-Spezialisten gewann das deutsche Team vor 3500 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Horst-Korber-Sportzentrum das Endspiel gegen Titelverteidiger Österreich mit 6:3. „Wir haben das abgerufen, was wir brauchten, um am Ende verdienter Europameister zu werden“, freute sich Bundestrainer Valentin Altenburg. Im Halbfinale hatte sich Deutschland souverän mit 6:1 gegen Russland durchgesetzt. Und die beiden ehemaligen Blau-Weissen spielten tragende Rollen: Paul Dösch, mittlerweile für den Berliner HC aktiv, führte das deutsche Team nicht nur als Kapitän auf das Feld, sondern glänzte im Finale auch mit zwei Treffern. „Das ist ein unvergessliches Erlebnis, hier in Berlin vor ausverkaufter Halle Europameister zu werden“, freute sich Dösch. „Es hat unfassbaren Spaß gemacht, vor diesem Publikum zu spielen, sich warm zu machen, Tore zu schießen.“ Und Thies Ole Prinz, mittlerweile bei Rot-Weiß Köln zu Hause, erzielte nicht nur im Finale einen Treffer, sondern wurde auch zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Knapp 10.000 Besucher an drei Tagen haben einmal mehr bewiesen: Hockey im Allgemeinen, aber insbesondere Hallenhockey ist äußerst spektakulär und macht viel Spaß. Allerdings machte die Tatsache, diesen Event mal wieder irgendwie in die noch laufende Hallenhockeysaison gezwängt zu haben, nicht jedem Spieler, Verantwortlichen und auch nicht jedem Fan große Freude.

Autor:

Michael Nittel aus Reinickendorf

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