Hockeyspieler vom TC Blau-Weiss verpassen Final Four

Die Hockeyherren vom TC Blau-Weiss Berlin müssen mindestens ein weiteres Jahr auf ihre erste Teilnahme an einer Final Four-Endrunde um die Deutsche Hallenhockeymeisterschaft warten. Am 28. Januar unterlag das Team um Coach Alexander Stahr beim Titelverteidiger und Topfavoriten Rot-Weiss Köln deutlich mit 3:14 (1:6).

Zu Beginn des Spiels hielten die Blau-Weissen vor rund 800 Zuschauern noch gut dagegen und waren nach nur zwei Minuten durch Timo Blobel sogar in Führung gegangen. Doch genau dieser frühe Gegentreffer wirkte wie ein Weckruf auf die Gastgeber, die sich zurückkämpften und – so ihr Trainer André Henning – in den folgenden 20 Minuten ihre vielleicht beste Saisonleistung abriefen: Defensiv ließ man kaum noch Chancen für die Hauptstädter zu, zeigte eine hohe Laufbereitschaft, entwickelte viel Druck und zog durch mitunter sehenswerte Treffer bis zum Pausenpfiff auf 6:1 davon.

Größere Erfahrung

Blau-Weiss startete nach dem Wechsel zunächst gut und konnte das Geschehen im zweiten Durchgang zumindest phasenweise ausgeglichener gestalten. So sprangen noch zwei weitere Tore durch Timo Blobel heraus. Doch immer wieder blitzte die Klasse des Titelverteidigers auf. So sicherten die größere individuelle Qualität und Erfahrung der Kölner am Ende den klaren Sieg.

Beim TC Blau-Weiss musste man hingegen die brutale Effizienz der Domstädter akzeptieren, wenn die Niederlage letztlich auch zu deutlich ausgefallen war. In jedem Fall hat das junge und talentierte Team der Blau-Weissen eine weitere große Erfahrung gemacht, die jedem Spieler in seiner Entwicklung zumindest nicht schaden wird. Bleibt die Hoffnung, dass die große Stunde dieses Team – sollte der Kader weiterhin so zusammenbleiben – in den nächsten Jahren noch kommen wird.

Damit haben in der Hallenhockey-Bundesliga zumindest in diesem Jahr noch einmal die Teams aus dem Norden und Westen dominiert: Für das Final Four in Stuttgart am 3. und 4. Februar haben sich neben den Kölnern auch der Crefelder HTC nach einem 5:4-Auswärtserfolg beim zweiten Vertreter aus der Hauptstadt, dem Berliner HC, sowie der UHC Hamburg und der Club an der Alster qualifiziert.

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