Bäderbetriebe lassen Freibad renaturieren

„Knautschke“, wie die Skulptur im Wernerteich liebevoll genannt wird, soll am Standort verbleiben.
  • „Knautschke“, wie die Skulptur im Wernerteich liebevoll genannt wird, soll am Standort verbleiben.
  • Foto: Archiv Ritter
  • hochgeladen von Christian Sell

Kaulsdorf. Die Berliner Wasserbetriebe bereiten die Renaturierung des Wernerteichs vor. Der ursprüngliche Zustand des Gewässers soll wiederhergestellt werden.

Bei der Renaturierung wird im Wesentlichen der Beton von der Uferböschung genommen, um deren Bewuchs mit Pflanzen und Sträuchern zu ermöglichen. Weiterhin müssen zum ehemaligen Freibad gehörende Anlagen wie die Rutsche abgebaut werden. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im Oktober und November dieses Jahres durchgeführt.

Die Sandsteinskulptur eines Flusspferdes bleibt im Wernerteich unverändert an der Stelle, wo sie seit Jahrzehnten steht. Der Skulptur haben die Kaulsdorfer den Namen „Knautschke“ gegeben. Es gibt einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung, sie zu erhalten.

„Im Moment sehen wir keinen Anlass, die Skulptur im Rahmen unserer Arbeiten anzurühren“, sagt Stephan Natz, Pressesprecher der Wasserbetriebe. Das werde aber alles noch genauer geprüft. Ende Februar fanden zunächst Bohrungen statt, um exakte Tiefe und die Beschaffenheit des Seeuntergrundes zu untersuchen. Auf der Basis dieser Ergebnisse wird die Renaturierung fortgeführt. Die Wasserbetriebe haben die Renaturierung des Wernerteichs übernommen. Sie ist eine Ausgleichsmaßnahme für die Entnahmerechte von Grundwasser für das Wasserwerk Kaulsdorf.

Das Grundstück an der Wernerstraße gehört nach wie vor den Berliner Bäderbetrieben. Diese wollen es über das Berliner Immobilienmanagement verkaufen. Vorgesehen ist, dass auf dem Grundstück eine Seniorenheim für Demenzkranke gebaut wird. Anwohner wehren sich dagegen seit Jahren ohne Erfolg. Sie möchten aus dem ehemaligen Freibad eine öffentliche Grünanlage machen. Das Bezirksamt hat zugesichert, dass der Wernerteich für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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