Wie der Heldbock im Schlosspark lebt
Nabu bietet eine seltene Führung an

Im Schlosspark ist ein seltener Käfer zu Hause: Der Heldbock.
  • Im Schlosspark ist ein seltener Käfer zu Hause: Der Heldbock.
  • Foto: Nabu
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Es ist eine äußerst seltene Käferart, die seit dem 18. Jahrhundert im Schlosspark Schönhausen lebt: der Heldbock.

Am 14. Juni 21 Uhr kann man mehr über ihn erfahren. Denn für Naturschützer ist er einer der Stars in der Berliner Tierwelt. Der prächtige braunschwarze, bis zu 5,5 Zentimeter große Heldbock ist die zweitgrößte Käferart Deutschlands. Er hat elegante geschwungene Fühler. Und sein Zuhause sind die alten Eichen des Schlossparks. Hier kann man ihn an warmen Abenden auf den Stämmen entlang laufen sehen.

Für den Schutz dieses imposanten Käfers setzt sich die Bezirksgruppe Pankow des Nabu ein. Die Art ist seit 1992 europaweit unter strengen Naturschutz gestellt. Weil er sich ausschließlich in und an alten Bäumen herumtreibt, wird der Heldbock auch als „Urwaldrelikt-Art“ bezeichnet.

Seit mindestens 1784 ist er im Schlosspark aktenkundig. Die etwa 350-jährigen Eichen zählen zu den ältesten im Berliner Raum. In Mitteleuropa ist der Heldbock ausschließlich auf Alteichen als Brutplatz angewiesen. Deshalb ist der Erhalt solcher Bäume als Lebensraum sehr wichtig.

Geleitet wird die Führung von Thomas Ziska und Jens Esser vom Nabu. Treffpunkt ist an der Pumpe an der Ecke Am Schlosspark/Ossietzkystraße. Teilnehmer werden gebeten, eine Taschenlampe mitzubringen. Nähere Informationen gibt es beim Nabu unter Telefon 98 60 83 70.

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