Der Spreepark gehört jetzt wieder dem Land Berlin

Ein Schwan auf dem verwilderten Spreeparkgelände. So langsam wächst er zu.
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Plänterwald. Eine alte Geschichte scheint doch ein glückliches Ende zu nehmen. Der Spreepark ist wieder in der Verfügungsgewalt des Landes Berlin.

Mit Familie Witte, die 1996 das Erbbaurecht für den früheren Kulturpark Plänterwald erhalten hatte, hatte es seit dem vergangenen Jahr entsprechende Gespräche gegeben. Wittes erhalten einmalig 60 000 Euro und geben dafür das Erbaurecht zurück, welches noch bis zum Jahr 2061 gelaufen wäre. Die Deutsche Bank, bei der Berlin über eine Bürgschaft mit zehn Millionen Euro in der Kreide stand, bekommt zwei Millionen Euro.

Damit sind alle Ansprüche abgegolten und das Land Berlin und der Bezirk können sich auf die Suche nach einem Investor mit fantasievollen Ideen machen. Von einem riesigen Rummelplatz oder dem Vorschlag, eine archäologische Erlebniswelt zu errichten, hat man allerdings die Nase voll. "Wir brauchen einen seriösen Investor, der einen Freizeitpark für Familien baut. In einem transparenten Verfahren soll das beste Konzept dafür gesucht werden", sagt Bürgermeister Oliver Igel (SPD).

Zu den Möglichkeiten, die sich nach Ablösung des Erbbaurechts auftun, gehört auch, dass das frühere Ausflugslokal Eierhäuschen jetzt vom Gesamtpaket getrennt werden kann. Eigentlich hätten Wittes im Rahmen des Erbbaurechts das über 100 Jahre alte Lokal renovieren und wieder in Betrieb nehmen müssen. Vermutlich aus wirtschaftlichen Gründen war das nicht mehr erfolgt. Nun soll für das Eierhäuschen unabhängig vom Spreepark ein Investor gesucht werden.

Bis zum 30. April muss Familie Witte das Grundstück im Plänterwald übergeben. Betroffen ist auch der einstige Spreepark-Chef c, der seit Jahren in einem Wohnwagen in der Nähe des Riesenrads wohnt. Ganz vom Rummel lassen kann er allerdings nicht. Auf einem früheren Gewerbegebiet an der Bitterfelder Straße in Marzahn wurde er in den vergangenen Wochen mehrfach gesichtet. Dort baut sein Schwiegersohn Gordon Wollenschlaeger einen Rummel mit Karussells und Zirkuszelt.

Vom Tisch ist nun auch die für September geplante Versteigerung des Erbbaurechts vor dem Amtsgericht Köpenick. Ein Versteigerungsversuch war im Juli 2013 auf Weisung des Finanzamts Treptow-Köpenick abgebrochen worden, vermutlich, damit das Gelände nicht in die Hände eines bis dahin unbekannten, extra für die Versteigerung gegründeten Unternehmens gerät.

Spreeparkführungen soll es nur noch bis Ende April geben, www.berliner-spreepark.de.
Ralf Drescher / RD
Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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