Gefahrenquelle rohes Fleisch
Vorbeuge-Regeln gegen die Afrikanische Schweinepest / Rotte im Rudower Fließ unterwegs

Die Seuche verbreitet sich auch über umherwandernde Wildschweine.
  • Die Seuche verbreitet sich auch über umherwandernde Wildschweine.
  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Für Menschen ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) ungefährlich, für Wild- und Hausschweine jedoch tödlich. Noch gibt es keine Fälle in Deutschland, doch Senat und Bezirk mahnen die Berliner zu großer Achtsamkeit.

Denn der Erreger wandert von Ost nach West. Vor kurzem ist er in Polen, rund 80 Kilometer von der Grenze zu Deutschland, bei einem verendeten Tier nachgewiesen worden. „Aber auch in Belgien wurde die Seuche bereits festgestellt“, so Bernd Kanert, Leiter des Neuköllner Grünflächenamts.

Das Virus könne sich beispielsweise über Fahrzeuge mit Fleischtransporten sprunghaft ausbreiten. Denn als Hauptgefahrenquelle gelten nicht durchgegarte Fleischerzeugnisse wie roher Schinken oder Salami. Hat sich erst einmal ein Schwein infiziert, breitet sich die Seuche schnell aus.

Kontakt vermeiden

Zwar ist Neukölln kein Hotspot für Keiler, Bachen und Frischlinge, aber im Rudower Fließ ist kürzlich eine Rotte gesichtet worden, die von Großziethen aus eingewandert ist. Deshalb sollten auch hier einige Vorsichtsmaßnahmen unbedingt beachtet werden. Wildschweine dürfen keinen Zugang zu Abfalltonnen haben und nicht gefüttert werden. Essenreste niemals achtlos fortwerfen, weder den halbgegessenen Döner noch einen Wurstzipfel!

Tierische Erzeugnisse aus Ländern, in den ASP verbreitet ist, sollten nicht von Reisen mitgebracht werden. Das betrifft neben Belgien und Polen das Baltikum, Bulgarien, Rumänien, Tschechien und die Ukraine. Hundebesitzer haben dafür zu sorgen, dass ihr Vierbeiner kein Wild hetzt. Wer ein Hausschwein besitzt, muss den Kontakt zu wilden Artgenossen unbedingt vermeiden. Für alle anderen Tiere ist das Virus unbedenklich.

Findet jemand ein totes Wildschwein, sollte er sofort das Ordnungsamt kontaktieren. Ein Veterinär untersucht es dann sofort auf den Erreger. „Wir haben inzwischen auch eine Jagderlaubnis herausgegeben“, sagt Kanert. „Wenn die Seuche festgestellt wird, darf geschossen werden.“

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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