Siemens-Gymnasium bekommt keine 5. Klasse
"Rückschlag für Schulcampus"

Das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium darf trotz BVV-Beschluss auch künftig nicht ab der 5. Klasse starten. Das würde die Grundschulen schwächen, sagt der Senat.

Schule und Eltern wollen es, die Bezirksverordneten auch. Das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium bekommt trotzdem keine fünfte und sechste Jahrgangsstufe. Die Senatsbildungsverwaltung hat den Antrag des Gymnasiums auf „Einrichtung eines grundständigen MINT-Zuges“ abgelehnt. Die Entscheidung liegt zwar mit März schon länger zurück. Den Schlussbericht des Bezirksamtes, das den Antrag damit als erledigt ansieht, bekamen die Bezirksverordneten aber erst in ihrer August-Sitzung zur Kenntnis.

Die CDU-Fraktion spricht von einem „Rückschlag für den Schulcampus Siemensstadt“. Wieder einmal werde die „Stärkung und Attraktivität“ der Gymnasien torpediert. „Eine Jahrgangsstufe fünf und sechs einzurichten, entspricht dem an uns herangetragenen Elternwillen“, sagt Patrick Wolf, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. „Das Gymnasium in Siemensstadt gewinnt immer mehr an Attraktivität. Dies liegt unter anderem daran, dass die Schule einen MINT-Schwerpunkt hat, der berlinweit stark nachgefragt ist.“

38 Schulplätze fehlen

In ihrer Stellungnahme verweist die Senatsverwaltung auf drei Gymnasien, die solche „grundständigen Klassen“ ab Jahrgangsstufe 5 bereits haben: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Kant-Gymnasium und Hans-Carossa-Gymnasium. Hier stünden insgesamt 124 Plätze zur Verfügung, das MINT-Profil sei mit diesen Angeboten also bereits gut abdeckt. Gleichzeitig räumt die Senatsverwaltung aber ein, dass es für diese Klassen eine Übernachfrage von 30 Prozent gibt, als 162 Anmeldungen für das Schuljahr 2018/19 vorlagen. „Im Klartext heißt das, es fehlten 38 Schulplätze für grundständige Klassenzüge“, sagt Patrick Wolf. Der Bedarf an weiteren Plätzen sei also da. Laut Senatsbildungsverwaltung würden jedoch weitere grundständige Schulzüge nach Ansicht des Schulträgers – also des Bezirksamtes – die „bestehenden Grundschulen schwächen“. Zudem seien keine räumlichen Kapazitäten für zusätzliche Züge vorhanden.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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